Wegen Grexit-Gefahr
Italien muss mehr Zinsen für frisches Geld zahlen

Wegen der erhöhten Gefahr eines griechischen Abschieds vom Euro verlangen Investoren von anderen Krisenstaaten einen Risikozuschlag. Das spürt nun auch Italien, das sich mit drei Auktionen frisches Geld besorgt hat.
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MailandItalien muss wegen der Griechenland-Krise deutlich mehr Zinsen für frisches Geld zahlen. Die Auktionen dreier Anleihen spülten am Dienstag insgesamt knapp 6,8 Milliarden Euro in die Haushaltskasse, wie das Finanzministerium mitteilte. Das anvisierte Volumen von fünf bis sieben Milliarden Euro wurde damit erreicht.

Dabei stieg die Rendite für die zehnjährige Staatsanleihe mit 2,35 Prozent auf den höchsten Stand seit Oktober 2014. Zuletzt mussten Anleger lediglich mit 1,83 Prozent gelockt werden. Bei der fünfjährigen Anleihe erreichte die Rendite mit 1,25 (zuvor: 0,85) Prozent sogar den höchsten Wert seit einem Jahr. Die Nachfrage nach den Papieren lag jeweils leicht über dem Angebot.

Wegen der erhöhten Gefahr eines griechischen Abschieds vom Euro verlangen Investoren von anderen Krisenstaaten einen Risikozuschlag. „Wir schauen sehr genau, was in den die nächsten zwei, drei Tagen bei den Emissionen von europäischen Ländern wie Italien und Spanien passiert“, sagte Rentenfondsmanager Frank Engels von Union Investment, der über die Anlage von 50 Milliarden Euro Kundengeldern mitentscheidet. „Wir schauen, ob sie sich problemlos über den Markt finanzieren können. Das wäre ein wichtiges Vertrauenssignal.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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