Zehnjährige Bundesanleihe
Die Rückkehr des Zinses

Deutschland stattet seine neue zehnjährige Bundesanleihe wieder mit einem positiven Zinskupon aus. Bei Investoren ist das Papier gefragt, vor allem aus einem Land war das Interesse groß.
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FrankfurtEs war eine Sensation, als Deutschland im vergangenen Juli erstmals eine zehnjährige Bundesanleihe auflegte, die Investoren einen Kupon von 0,0 Prozent und damit gar keinen Zins mehr bot. Das hatte es bei einem Papier mit so langer Laufzeit auf der ganzen Welt noch nie gegeben.

Damit hatte die Null-Prozent-Welt die Königsklasse der Staatschulden erreicht: Deutsche Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit gelten als die maßgebliche Richtschnur für die langfristigen Kapitalmarktzinsen in Europa.

Seither hat sich die Welt jedoch zumindest ein bisschen verändert. Vor allem die steigenden Ölpreise haben die Inflation wieder zum Thema gemacht. In Deutschland stieg die Teuerungsrate zuletzt um 1,7 Prozent. Im Sommer hatte die Inflationsrate noch bei 0,2 Prozent gelegen.

Dazu kommen die gestiegenen Inflationserwartungen. Die angekündigte Politik des designierten US-Präsidenten Donald Trump mit massiven Infrastrukturausgaben hat bei Anlegern wieder das Thema Inflation in den Vordergrund gerückt. Die Folge: Die Anleihekurse sind wieder etwas gefallen und die Renditen im Umkehrschluss gestiegen.

Das hat auch Auswirkungen auf die neue zehnjährige Bundesanleihe. Deutschland begibt regelmäßig neue Anleihen und stockt diese dann nach und nach auf. Die Renditen richten sich dabei nach dem jeweiligen Marktniveau. Im Sommer noch rentierte die zehnjährige Bundesanleihe auf einem historischen Tief von minus 0,2 Prozent. Das war kurz nach dem Votum der Briten gegen die Europäische Union. Investoren, die damals die zehnjährige Bundesanleihe kauften und bis zur Fälligkeit halten, bekommen am Ende der Laufzeit also etwas weniger Geld zurück als sie angelegt haben – und unterjährig nicht mal Zinsen.

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