Zehnjährige
Bundrenditen halten sich an 1-Prozent-Marke

Die Rendite für zehnjährige Bunds liegt mit einem Prozent knapp über dem historischen Tiefstand, könnte aber weiter zu fallen. Bundesanleihen notierten derweil unverändert, spanische und italienische Anleihen gewannen.
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BerlinZehnjährige Bundesanleihen notierten am Freitagmorgen nahezu unverändert, während Anleihen aus Spanien und Italien ihre Gewinne weiter ausbauen konnten. Europäische Staatsanleihen wurden von den schwachen Konjunkturdaten im Wochenverlauf gestützt. Diese führten außerdem zu Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank versuchen könnte durch Wertpapierkäufe die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

Die Rendite zehnjähriger Bunds lag zuletzt einen Basispunkt niedriger bei 1,0 Prozent. Am Donnerstag hatte sie bei 0,998 Prozent den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen von Bloomberg im Jahr 1989 markiert. Bund-Futures-Kontrakte wurden bei 149,99 Prozent sieben Basispunkte höher gehandelt.

Die Strategen Michael Michaelides und Harvinder Sian der Royal Bank of Scotland sind sogar der Meinung, dass dieses Renditetief unter einem Prozent noch nicht alles gewesen ist. „Wenn die Erwartungen für QE (Quantitative Easing) steigen, sind stärkere Rückgänge bei den Bundrenditen zu erwarten. Aber wenn QE weiter verzögert wird, könnte es nominale Anleihen auch weiter stützen, weil der Markt steigende Deflationsrisiken einpreisen wird und eine Zentralbank, die weit hinter der Zinskurve zurückbleibt“, schreiben die RBS-Strategen in einer Einschätzung am Freitag.

Die Renditen in Spanien und Italien sanken am Freitagmorgen weiter. Zehnjährige italienische Anleihen notierten vier Basispunkte tiefer bei 2,62 Prozent, während die Rendite spanischer Bonds mit gleicher Laufzeit um vier Basispunkte auf 2,44 Prozent sank. Die Rendite der US-Treasuries bewegte sich seitwärts bei 2,40 Prozent.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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