Zinsentwicklung
Anleger suchen festen Boden

Die Flucht in Qualität dürfte 2008 die Zinsen von sicheren Anleihen niedrig halten. Bei spekulativen Papieren bekommen Anleger das hohe Risiko nicht bezahlt.
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Die Bayern bluten. Für ihre traditionelle Brotzeit müssen die Menschen im Freistaat tief in die Tasche greifen. 5,4 Prozent teurer als im Vorjahr sind Weißwurst, Brez?n und süßer Senf. "Die Leut bezahlens trotzdem, ohne zu murren", sagt der Münchner Hans Piontek. Nur in den Bäckereien "wird mächtig über die gestiegenen Preise geschimpft", so der 68-jährige Pensionär. Sechs Prozent mehr als Weihnachten 2006 kostet ein Laib Brot derzeit.

Der Freistaat liegt damit im Trend. Um mehr als drei Prozent stiegen zuletzt in Euroland die Verbraucherpreise. Rund um den Globus zieht die Inflation an. Spitze unter den großen Volkswirtschaften ist China. Sieben Prozent mehr als vor einem Jahr müssen Frau Li und Herr Lu für Strom, Tee oder ein T-Shirt auf den Tisch legen.

Schlechte Zeiten für Anleiheinvestoren also? Steigende Preise schlagen sich regelmäßig in höheren Renditen und damit niedrigeren Kursen der bereits im Depot liegenden Anleihen nieder. Wird 2008 ein Jahr, in dem sich die Märkte von historisch niedrigen Zinsen bei Staatspapieren verabschieden, die Anleihekurse rutschen und schmerzhafte Spuren in den Anlegerdepots hinterlassen? Gemach. Anleihen versprechen 2008 zwar keine großen Kursgewinne, Qualitätspapiere aber bringen zumindest Stabilität ins Depot.

Ein Überblick:

» Staatsanleihen
» Festgelder
» Pfandbriefe
» Unternehmenspapiere

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