113 bis 114 Euro pro Aktie
Beiersdorf lockt mit Prämienzahlung

Der Kosmetikhersteller Beiersdorf will seinen Aktionären im Rahmen des angekündigten Rückkaufs eigener Aktien eine Prämie von 20 Prozent zahlen. Auf Grundlage der Schlusskurse an den vergangenen zehn Tagen ergibt sich nach Reuters-Berechnungen ein Preis zwischen 113 und 114 Euro je Anteilsschein. Der Aktienrückkauf ist Teil der mit der Allianz vor zwei Monaten vereinbarten Mehrheitsübernahme von Beiersdorf durch ein Konsortium um den das Hamburger Kaffee- und Handelsunternehmen Tchibo.

HB HAMBURG. Beiersdorf biete seinen Aktionären an, insgesamt bis zu zehn Prozent seines Grundkapitals und somit 8,4 Millionen eigene Anteilscheine zu erwerben, teilte der Nivea-Hersteller am Montag in Hamburg mit. Der Preis je Anteil bemisst sich den Angaben zufolge anhand der durchschnitlichen Xetra-Schlusskurse an den zehn Börsentagen, die der Veröffentlichung vorangehen. Da der jetzt erfolgten Angkündigung das förmliche Angebot noch folge, müsse der Montag bei der Berechnung mitgerechnet werden, erläuterte Beiersdorf-Sprecher Peter Nebel. Auf diesen Kurs solle eine Prämie von 20 Prozent gezahlt werden. Beiersdorf hatte bereits im Zuge der Übernahme des Allianz-Pakets an Beiersdorf Mitte Oktober den Rückkauf eigener Aktien angekündigt.

Der Kurs der im Mdax notierten Beiersdorf-Aktie legte nach der Mitteilung fast drei Prozent auf 97,8 Euro zu.

Der Münchener Allfinanzkonzern hatte im Oktober mitgeteilt, dass er 40 Prozent an Beiersdorf für durchschnittlich 130 Euro je Anteilsschein - also für 4,4 Milliarden Euro - an ein Konsortium um Tchibo verkauft hat und selbst nur noch 3,6 Prozent als Finanzanlage behalten will. Tchibo übernahm 19,6 Prozent und konnte damit seine bereits bestehende Beteiligung auf knapp unter 50 Prozent aufstocken. Zehn Prozent im Wert von 1,1 Milliarden Euro übernimmt eine städtische Beteiligungsgesellschaft, die dieses Paket zu einem späteren Zeitpunkt weiterreichen will. Beiersdorf selbst sollte nach dem damaligen Abkommen im Rahmen des Aktienrückkaufs 7,4 Prozent von der Allianz erwerben. Drei Prozent sollten zudem an die zu Beiersdorf gehörende Pensionskasse gehen.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Allianz ihre durch den Verkauf an das Konsortium stark verringerte Beteiligung an Beiersdorf inzwischen wieder leicht erhöht hat. Demnach erwarb der Allfinanzkonzern Anteile aus dem Besitz der Beiersdorf-Gründerfamilie Claussen und hält nun 7,7 Prozent an der Gesellschaft. Tchibo verfügt zudem über eine Option, weitere 0,5 Prozent aus dem Claussen-Besitz zu übernehmen und würde dann auf eine Mehrheit an Beiersdorf kommen. Darüber will der Kaffeeröster nach eigenen Angaben im kommenden Jahr entscheiden.

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