421 Jahre Handel an der Frankfurter Börse
Neues Parkett für den Parketthandel

Im historischen Parkettsaal der Frankfurter Börse haben am Montag groß angelegte Umbauarbeiten begonnen.

HB FRANKFURT/M. Die Renovierung kostet die Deutsche Börse nach eigenen Angaben einen einstelligen Millionenbetrag und soll im ersten Quartal 2007 abgeschlossen sein. In dem von Händlern kaum noch genutzten Saal erhalten die Kursmakler großzügigere Arbeitsplätze. Vorgesehen ist außerdem ein moderneres Design. Das Parkett wird ausgetauscht, die klassische Dax-Anzeigentafel bleibt jedoch erhalten.

Die Gründung der Frankfurter Börse geht auf das Jahr 1 585 zurück. Damals taten sich mehr als 80 Großhändler zusammen, um gemeinsam Wechselkurse für die verschiedenen Währungen im deutschen Reichsgebiet festzulegen. Der Name "Börse" findet sich erstmals 1 605 als Bezeichnung für die Treffen der Kaufleute. In der napoleonischen Zeit blühte der Handel in der zentral gelegenen Stadt, und im Zuge der Industrialisierung entwickelte sich die Börse zu der heute bekannten Institution. Im Jahr 1 879 zog sie von ihrem alten Standort an der Paulskirche in den heutigen Neo-Renaissancebau, damals das größte Börsengebäude in Europa.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Frankfurter Börse bereits im September 1945 wieder eröffnet. Im Februar 1957 schließlich feierten Honoratioren und Händler die offizielle Wiederöffnung des großen Handelssaals. Ende der 1960er Jahre hielt die elektronische Datenverarbeitung, sprich: der Computer, Einzug in die Börsengeschäfte. Von 1985 bis 1989 wurde das Gebäude komplett renoviert, wobei der Parkettsaal sein heutiges, inzwischen nicht mehr ganz zeitgemäßes Gesicht erhielt. Schneller als andere Handelsplätze setzte die Frankfurter Börse in den 1990er Jahren auf vollelektronische Handelsplattformen; die Bedeutung des Parketthandels nahm immer mehr ab.

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