Ab 2009
US-Börsenaufsicht akzeptiert europäische Bilanzregeln

Für europäische Unternehmen ist es künftiger attraktiver, sich an Börsen in den USA listen zu lassen. Der Zwang zur zusätzlichen Bilanzierung nach dem US-Standard GAAP entfällt. Große Konzerne können dadurch Millionen sparen.

HB BERLIN. „Die US-Börsenaufsicht hat akzeptiert, dass die internationalen Rechnungslegungsregeln für die Unternehmen gelten sollen, die ihre Aktien an US-Börsen handeln lassen wollen“, sagte der Wirtschaftsberater der US-Regierung, Allan Hubbard, am Donnerstag bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Diese Erleichterung solle erstmals für die Bilanzerstellung im Jahr 2009 gelten, die sich auf das Jahr 2008 beziehe.

In der Bundesregierung war von einer enormen Erleichterung für die Unternehmen die Rede. Für große Konzerne könne der Verzicht auf eine doppelte Bilanzierung Einsparungen von fünf bis zehn Millionen Euro pro Jahr bringen, hieß es im Kreis der Wirtschaftsberater.

In der EU gilt für kapitalmarktorientierte Unternehmen seit Anfang 2005 der IFRS-Bilanzierungsstandard. Das amerikanische System GAAP ist bislang zusätzlich verpflichtend, wenn ein Unternehmen aus der EU an einer US-Börse gelistet werden will.

Hubbard, Merkel und EU-Industriekommissar Günter Verheugen kamen zur ersten Sitzung des Transatlantischen Wirtschaftsrates im Kanzleramt zusammen. Der Rat soll den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA voranbringen, den Merkel und US-Präsident George W. Bush bei einem Gipfeltreffen im Frühjahr vereinbart hatten.

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