Aktie auf Jahrestief
Vossloh bricht nach Gewinnwarnung ein

Nach der erneuten Rücknahme der Gewinnprognose ist der Aktienkurs des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh am Montag eingebrochen. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Papiere wurden mit einem Abschlag von bis zu 15 Prozent gehandelt und markierten bei 34,90 Euro ein Jahrestief.

HB DÜSSELDORF. Das französische Bankhaus Cheuvreux stufte die Anteilsscheine auf „Underperform“ von „Outperform“ zurück. Die Experten der NordLB behielten ihre Bewertung mit „Halten“ bei. Die Rücknahme der Gewinnprognose sei zwar enttäuschend und zeige, dass die strategische Neuausrichtung noch am Anfang stehe. Doch die mittelfristigen Aussichten des Unternehmens blieben gut, hieß es zur Begründung. Erste positive Auswirkungen der Restrukturierung erwarten die Experten in der zweiten Jahreshälfte.

Vossloh hatte am Freitagabend zum zweiten Mal in diesem Jahr die Gewinnprognose für 2006 gesenkt. Wegen massiver Verluste in seiner Informationstechnik-Sparte peilt der Konzern vor Zinsen und Steuern (Ebit) nur noch 70,3 Millionen Euro an statt der ursprünglich geplanten 91,7 Millionen Euro. Der Überschuss soll 35,6 Millionen statt 47,3 Millionen Euro erreichen. Unverändert blieb das Umsatzziel von 1,04 Milliarden Euro.

Im März hatte das Unternehmen aus dem sauerländischen Werdohl seine Gewinnprognose schon einmal zurückgenommen, nachdem das Kartellamt den Kauf des Bahnschwellen-Geschäfts von Pfleiderer untersagt hatte. Auch 2005 hatte Vossloh seine Prognosen mehrfach zurücknehmen müssen. Am Ende stand ein Überschuss von 45 Millionen Euro bei 996 Millionen Euro Umsatz zu Buche.

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