Aktie haussiert
Börse fährt voll auf VW-Spekulationen ab

Die Subprime-Krise lässt die Aktie des Autobauers aus Wolfsburg völlig kalt: Schon seit Tagen steigt das Papier quasi ungebremst und völlig gegen den Trend auf dem Parkett auf neue Kurshöhen. Der Grund dafür ist in der Gerüchteküche zu suchen.

HB HAMBURG. Jüngste Spekulation, die dort kolportiert wird: Ausgerechnet Großaktionär Niedersachsen soll an einen Ausstieg und einen Verkauf seiner Anteile an Porsche denken. Das Finanzministerium in Hannover sah sich am Mittwoch gegen Mittag zu einer Stellungnahme genötigt: „Niedersachsen beabsichtigt nicht, sich von VW-Aktien zu trennen“, sagte ein Sprecher in Hannover.

Zuvor hatten bereits Börsengerüchte über einen möglichen Verkauf von Anteilen an Porsche den Kurs der VW-Aktie auf über 148 Euro hochgetrieben. Nach dem Dementi baute das Papier einen Teil seiner Kursgewinne auf rund 147 Euro ab.

Mittlerweile hat auch Porsche zu den Gerüchten Stellung bezogen: Der Sportwagenhersteller will seine Beteiligung an Volkswagen nicht durch die Übernahme von Kapitalanteilen vom Land Niedersachsen aufstocken. „Das stimmt nicht, klares Dementi“, sagte ein Porsche-Sprecher am Mittwoch in Stuttgart.

Der VW-Aktienkurs reagierte mit einem erneuten Kursrückgang. Aktuell notieren die Stammaktien des Wolfsburger Konzerns noch mit einem Kursplus von 145,91 Euro oder 0,47 Prozent im Vergleich zum Dienstag.

Der erneute Kursanstieg hatte für Verwunderung im Handel gesorgt. „Die Aktie hat in der ganzen Korrektur keinen Millimeter korrigiert“, sagt ein Händler. Eventuell lade diese Outperformance Anlagekäufer ein. „Natürlich werden wie immer bei unerklärlichen Kursbewegungen Gerüchte dazugereicht“, ergänzt ein zweiter Händler.

Die Spanne reiche hier von „Porsche kauft weiter zu“ bis „VW übernimmt jetzt Porsche“. Übersehen werde allerdings, dass die Restrukturierung gut laufe und zudem selbst die Absatzzahlen in Westeuropa zum ersten Mal seit einem halben Jahr ins Plus gerutscht seien. Dies sei vor allem für Volumenhersteller positiv.

Börsianer hatten von Spekulationen am Markt gesprochen, wonach das Land wohl bereit sei, sich zu 150 Euro je Anteilsschein von seinem rund 20prozentigen Anteil an dem Wolfsburger Konzern zu trennen. Porsche ist mit 31 Prozent größter VW-Eigner. Sprecher von Porsche und VW wollten sich zu den Marktgerüchten nicht äußern.

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