Aktie notiert höher
Bayer kämpft um Verbleib im Stoxx 50

Der Leverkusener ayer-Konzern verlegt wegen Spekulationen im Zusammenhang mit der anstehenden Überprüfung der Indexzusammensetzung beim Stoxx 50 die Veröffentlichung seiner Quartalszahlen vom Dienstagnachmittag auf den frühen Vormittag. Die Bayer-Aktie zog daraufhin kräftig an.

HB FRANKFURT. "Um Spekulationen um einen Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Veröffentlichung und dem Verbleib des Unternehmens im Stoxx 50 entgegenzusteuern, haben wir entschieden - entgegen unserer früheren Ankündigung - die Veröffentlichung des Q2-Berichts auf 7.30 Uhr MESZ am 31. August vorzuverlegen", hieß es in einer Bayer-Mitteilung vom Donnerstag. Die Leverkusener hatten zuvor die Veröffentlichung erst für 17.30 Uhr an diesem Tag geplant. Nach Einschätzung von Experten könnte sich Bayer den Verbleib im Index noch sichern, falls die Aktie an dem Tag mit Kurszwächsen auf die Zahlen reagiert. Die Bayer-Aktie lag Donnerstag mit 1,57 Prozent im Plus bei 21,34 Euro und gehörte damit zu den größten Gewinnern im Deutschen Aktienindex Dax.

Der Indexanbieter Stoxx entscheidet am Monatsende auf Basis der Schlusskurse turnusgemäß über die Zusammensetzung seiner Indizes. Nach Einschätzung von Experten ist die Bayer-Aktie vom Abstieg aus dem europäischen Auswahlindex Stoxx 50 bedroht und rangiert derzeit auf der Auswahlliste der größten europäischen Unternehmen auf Platz 61. Bessert sich das nicht bis Monatsende, könnte Bayer etwa durch die französische Bank Societe Generale ersetzt werden.

Für Anleger wird es somit am 31. August spannend, wenn der Konzern nun vor Börsenbeginn seinen Zwischenbericht vorlegt. Für Bayer könne dies ein entscheidender Tag werden, schätzt Christian Stocker, Indexstratege bei der HVB. "Wenn die Zahlen positiv aufgenommen werden, könnte Bayer die Chance haben, auf Rang 60 in der Stoxx-50-Auswahlliste zu kommen und sich dadurch den Verbleib im Index zu sichern", ergänzte er.

Branchenexperten rechnen nach einer einer Reuters-Umfrage bei den Leverkusenern mit einem kräftigen Gewinnanstieg. Im Schnitt wird ein mehr als 20-prozentiger Zuwachs beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen auf 552 Mill. Euro im zweiten Quartal erwartet.

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