Aktien der Milliardäre: So meistern Superreiche die Finanzkrise

Aktien der Milliardäre
So meistern Superreiche die Finanzkrise

Bücher, Bier und Bekleidung: Was jeder braucht, verkauft sich. An der Börse profitierte von der Idee am stärksten der Amazon-Gründer Jeff Bezos. Welche Milliardärs-Aktien die Krise außerdem rockten und welche floppten.
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DüsseldorfErst in schweren Zeiten zeigt sich, was ein Geschäftsmodell wirklich wert ist. Seit fast fünf Jahren rüttelt die Finanzkrise die Kapitalmärkte nun schon durch. Insbesondere Aktien mussten einige Jahre leiden. Doch nicht alle.

Auch in den vergangenen fünf Jahren entwickelten sich manche Papiere so prächtig, als hätte es die starken Schwankungen und Kurseinbrüche an den Märkten gar nicht gegeben. Einige dieser Aktien davon sind eng verbunden mit den reichsten Menschen auf dem Globus. Oft kontrollieren die Milliardäre diese Unternehmen oder sie gestalten deren Schicksal entscheidend mit.

Wer nun zuerst an den weltweit bewunderten Investor Warren Buffett denkt, liegt jedoch falsch. Klar, auch Buffetts Investmentvehikel Berkshire Hathaway taucht unter den hier betrachteten zwanzig Aktien der Superreichen auf. Doch mit der Kursentwicklung in den vergangenen fünf Jahren kann er nicht zufrieden sein. Er rangiert in diesem illustren Kreis nur im hinteren Mittelfeld.

Mehrere Dinge fallen in der betrachteten Liste auf.

1. Mehr als die Hälfte der Milliardärs-Aktien entwickelte sich besser als Dax und Dow und viel, viel besser als die meisten Aktienmärkte in den vergangenen fünf Jahren. Im Schnitt hat das zwanzig Aktien umfassende Portfolio in fünf Jahren fast fünfzig Prozent zugelegt, pro Jahr also im Schnitt knapp zehn Prozent. Der Dax, der sich zuletzt hervorragend entwickelte kommt im gleichen Zeitraum nicht einmal auf zwanzig Prozent. Nur der Index der zweiten Reihe in Deutschland, der MDax, kann mit knapp fünfzig Prozent hier mithalten.

2. Hinter fast allen Aktien der Superreichen stecken grundsolide Verkaufsideen: Angeboten wird, was die Menschen brauchen – und am liebsten günstig mit nach Hause nehmen. Essen, Trinken und was zum Anziehen braucht schließlich jeder. Kein Wunder also, dass Unternehmen wie der Bierbrauer Anheuser-Busch, der Modeanbieter Inditex oder die Supermarktkette Wal-Mart gutes Geld verdienen.

3. Auch in Krisenzeiten darf jedoch auch ein wenig Luxus nicht fehlen – genauso wie Kosmetik und Bücher. Der Online-Buchhändler Amazon, der Kosmetikkonzern L’Oreal und der Luxusgüteranbieter LVMH befriedigen diese Bedürfnisse.

4. Ohne Computer, Software und das Internet ist für viele das moderne Leben gar nicht mehr denkbar. Der alles beherrschende Internetkonzern Google hat sich hervorragend entwickelt – genauso wie der Hersteller von Programmen für Firmen, Oracle – ein großer Konkurrent der deutschen SAP.

5. Schließlich gibt es aber auch Milliardäre, deren Aktieninvestments sich in den vergangenen fünf Jahren nicht so gut entwickelt haben. Dazu zählen zwei Reiche, die ihr Vermögen vor allem in Öl, Gas sowie Stahl gesteckt haben. Doch auch eine Glücksspiel-Aktie aus Las Vegas verbuchte Verluste.

Welche Aktien der Superreichen sich gut, welche sich schlecht entwickelt haben und was dahintersteckt.

Kommentare zu " Aktien der Milliardäre: So meistern Superreiche die Finanzkrise"

Alle Kommentare
  • ...dann maile am bessten mal an die redaktion. Um nicht nur die krise zu überstehen,sondern auch das gesamte leben,ink. seinen bedürfnissen, abzusichern - benötigen sie aber eigenkapital, ohne dem geht es wohl nur sperrlich.

  • wenn interessiert es, wie dieses Superreichen die Finanzkrise überstehen. Mit soviel Geld ist das doch keine Kunststück, ein uninterssanter, dummer Beitrag

  • " Genauso habe ich es geschafft, in jungen Jahren mit 70-80 Stunden-Wochen, viel Arbeit, jahrzehnten keinen Urlaub"

    Welche ein lebenswertes Leben.

  • Wie überstehen alleinverdienende Familienväter mit 2 Kindern und Hauskredit die Krise? Könnte die Leser durchaus mehr interessieren, als das Leben der Ach-so-Reichen-und-Schönen.

  • was? in 10-20 Jahren? das geht schneller als wir denken, davon bin ich überzeugt. Die dt. Industrie, und ich gehe jetzt nur mal von dieser aus, hat sich doch schon seit langen Jahren ihre tolle Ideen "klauen" lassen. Deutschland wird wohl in nächster Zukunft nur noch ein "Dienstleistungsbetrieb" sein, vielleicht das Altersheim Europas .

  • Ich geben Ihnen im Prinzip Recht.
    Als "normaler" Arbeiter hat man eine 35 bzw. 40 Stunden-Woche. Wenn jemand wirklich etwas erreichen will, hat er noch genügend Zeit für einen Zweit- und Drittjob. Genauso habe ich es geschafft, in jungen Jahren mit 70-80 Stunden-Wochen, viel Arbeit, jahrzehnten keinen Urlaub und wohlüberlegten Anlagen (keine Versicherungen, keine Bausparverträge oder sonstigen Mist) ein kleines Vermögen anzuhäufen. Jetzt wo ich den körperlich und geistig erarbeiteten Wohlstand etwas genieße, kommen von überall her Neid, Mißgunst und Forderungen nach höheren Steuern für Wohlhabende....

  • @Republikaner
    Sie irren sich, die Chinesen werden uns alles abnehmen. Wir schenken ihnen unser Know How ja ständig zum Nulltarif. Hauptsache die nächsten 3 Quartale stimmen die Zahlen und die Manager bekommen ihre Prämien. Dem wird alles geopfert.
    In 10-20 Jahren wird Deutschland in der Weltwirtschaft absolut keine Rolle mehr spielen. Wir kommen auf das Niveau der europäischen Südländer.

  • @Steuerzahler
    Was verstehen Sie unter kleineren Beträgen?
    Die 50€, die einem Automechaniker mit Familie im Monat bleiben oder doch eher im Bereich von 10.000 - 50.000 €?
    Ganz so einfach ist es nicht.
    Geld kann sich nur vermehren, wenn auch Geld vorhanden ist.

  • Liebe Vorkommentatoren,

    es mag sein, dass Sie sich in einer Gehaltsgruppe befinden, die es ihnen ermöglicht, mit ein wenig - wie viel ein wenig auch immer sein mag - mit Aktien einen kleinen bis größeren Nebenverdienst zu schaffen. Mir ist dies auch möglich. Sie und ich befinden uns in einer komfortablen Position.

    Doch erklären Sie mal dem normalen Arbeiter, dem das Geld kaum für die Lebenshaltungskosten reicht, wie er mit ganz wenig Geld zu einem Aktienpaket kommt, das ihm wirklich was bringt. Ohne ein bisschen Startkapital geht das nicht. Wenn nichts zum Ansparen übrig bleibt, man alles auf Pump kaufen muss und die Bildungsmöglichkeiten erschöpft sind... wie solls gehen?

  • Dem kann ich nur zustimmen.
    Auch ich kaufen Aktien. Nicht zum zocken, sondern zum halten. Damit ich mit 65 von den Dividenden leben kann.
    Meine Aktien entsprechen genau dem, was in dem Artikel genannt wird. Konservative Werte von Firmen, die Produkte herstellen, auf die die Menschen nicht verzichten können. Nahrung, Energie, Kleidung, Medizin und andere.

    Das bringt sicher keine 100% p.a., aber es bringt genug.

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