Aktien der Milliardäre: Warum Bücher Spitze sindWie effizient Mode sein kannWarum Bier, Luxus und Software ein gutes Geschäft sindWas Kupfer und Mode verbindetWeshalb die Familie Walton so viele Superreiche hatWie wichtig Marktmacht und internationale Präsenz sindWelche Aktien gerade noch Plus machtenWelche Aktien enttäuschtenWelche Aktien einbrachen

Aktien der Milliardäre
So meistern Superreiche die Finanzkrise

Was Kupfer und Mode verbindet

Platz 6: Antofagasta

Ein hierzulande weniger beachtetes Unternehmen ist der Bergbaukonzern Antofagasta. Sein Name stammt von der gleichnamigen Stadt im Norden von Chile. Rund 300.000 Menschen wohnen in dem „Dorf am großen Salzsee“, wie der Name übersetzt heißt.  

Der Konzern begann bereits 1888 als Eisenbahngesellschaft. Seit 1980 ist das Unternehmen mehrheitlich im Besitz der Milliardärsfamilie Luksic aus Chile. Hauptsitz der Gesellschaft ist heute London, die Aktie ist dementsprechend auch im FTSE-100-Index gelistet.

In den vergangenen fünf Jahren erwirtschaftete Antofagasta aufgrund des dramatischen Anstiegs des Kupferpreises auf den Weltmarkt hohe Gewinne. Der Preis stieg von rund 3000 Dollar auf zeitweise bis zu 10.000 Dollar. Als Hauptfaktor für die Preisentwicklung beim Kupfer gilt China. Das Riesenreich benötigt rund 40 Prozent der weltweiten Kupferförderung. Viele Analysten setzen daher für 2013 auf steigende Kupferpreise, da die Infrastruktur in China weiter ausgebaut werden dürfte.

Ein Aktienanalyst der Credit Suisse schätzt die Aktien des Bergbaukonzerns dennoch derzeit nur mit neutral ein. Die Finanzkrise meisterte die Aktie mit einem Gewinn von rund 66 Prozent – aus der Sicht eines Euro-Anlegers. Kontrolliert wird einer der größten Kupferproduzenten der Welt von Iris Fontbona und ihrer Familie. Iris Fontbona ist die zweite Frau von Andrónico Luksic, der 2005 gestorben ist.

Mehr zur Aktie: Antofagasta

Platz 7: Hennes & Mauritz

Ähnlich gut wie die Aktie von Iris Fontbona hat sich auch das Papier von Stefan Persson entwickelt. Der Schwede ist mit dem Modekonzern Hennes & Mauritz groß geworden. Denn er ist der Sohn des Gründers Erling Persson. Anfang der 1980er-Jahre übernahm er leitende Funktionen in dem Unternehmen. Die Gruppe wird von ihm kontrolliert und ist mit 2.800 Läden in mehr als 40 Ländern aktiv.

Innerhalb der vergangenen fünf Jahre stieg die Aktie um mehr als fünfzig Prozent. Sie wächst mit dem Unternehmen, das vor einem Jahrzehnt erst über rund 1.000 Filialen in 20 Ländern verfügte – also weniger als halb so kräftig war.

Die jüngsten Ergebnisse waren durchwachsen. Europas zweitgrößter Textilkonzern steigerte zwar den im vierten Geschäftsquartal um fünf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Doch auf Basis von Läden, die mindestens ein Jahr alt sind, blieb der Umsatz im vierten Quartal unverändert.

Gegen Marktführer Inditex gehen die Schweden nun in die Offensive. Im Frühjahr eröffnet H&M eine neue Modekette unter dem Namen „& Other Stories“. Die Hoffnung dabei: Mit einem breiter gefächerten Filialangebot kommen vielleicht mehr Kunden. So möchte der Konzern dann auch den Umsatz weiter stetig steigern.

Mehr zur Aktie: Hennes & Mauritz

Kommentare zu "So meistern Superreiche die Finanzkrise"

Alle Kommentare
  • ...dann maile am bessten mal an die redaktion. Um nicht nur die krise zu überstehen,sondern auch das gesamte leben,ink. seinen bedürfnissen, abzusichern - benötigen sie aber eigenkapital, ohne dem geht es wohl nur sperrlich.

  • wenn interessiert es, wie dieses Superreichen die Finanzkrise überstehen. Mit soviel Geld ist das doch keine Kunststück, ein uninterssanter, dummer Beitrag

  • " Genauso habe ich es geschafft, in jungen Jahren mit 70-80 Stunden-Wochen, viel Arbeit, jahrzehnten keinen Urlaub"

    Welche ein lebenswertes Leben.

  • Wie überstehen alleinverdienende Familienväter mit 2 Kindern und Hauskredit die Krise? Könnte die Leser durchaus mehr interessieren, als das Leben der Ach-so-Reichen-und-Schönen.

  • was? in 10-20 Jahren? das geht schneller als wir denken, davon bin ich überzeugt. Die dt. Industrie, und ich gehe jetzt nur mal von dieser aus, hat sich doch schon seit langen Jahren ihre tolle Ideen "klauen" lassen. Deutschland wird wohl in nächster Zukunft nur noch ein "Dienstleistungsbetrieb" sein, vielleicht das Altersheim Europas .

  • Ich geben Ihnen im Prinzip Recht.
    Als "normaler" Arbeiter hat man eine 35 bzw. 40 Stunden-Woche. Wenn jemand wirklich etwas erreichen will, hat er noch genügend Zeit für einen Zweit- und Drittjob. Genauso habe ich es geschafft, in jungen Jahren mit 70-80 Stunden-Wochen, viel Arbeit, jahrzehnten keinen Urlaub und wohlüberlegten Anlagen (keine Versicherungen, keine Bausparverträge oder sonstigen Mist) ein kleines Vermögen anzuhäufen. Jetzt wo ich den körperlich und geistig erarbeiteten Wohlstand etwas genieße, kommen von überall her Neid, Mißgunst und Forderungen nach höheren Steuern für Wohlhabende....

  • @Republikaner
    Sie irren sich, die Chinesen werden uns alles abnehmen. Wir schenken ihnen unser Know How ja ständig zum Nulltarif. Hauptsache die nächsten 3 Quartale stimmen die Zahlen und die Manager bekommen ihre Prämien. Dem wird alles geopfert.
    In 10-20 Jahren wird Deutschland in der Weltwirtschaft absolut keine Rolle mehr spielen. Wir kommen auf das Niveau der europäischen Südländer.

  • @Steuerzahler
    Was verstehen Sie unter kleineren Beträgen?
    Die 50€, die einem Automechaniker mit Familie im Monat bleiben oder doch eher im Bereich von 10.000 - 50.000 €?
    Ganz so einfach ist es nicht.
    Geld kann sich nur vermehren, wenn auch Geld vorhanden ist.

  • Liebe Vorkommentatoren,

    es mag sein, dass Sie sich in einer Gehaltsgruppe befinden, die es ihnen ermöglicht, mit ein wenig - wie viel ein wenig auch immer sein mag - mit Aktien einen kleinen bis größeren Nebenverdienst zu schaffen. Mir ist dies auch möglich. Sie und ich befinden uns in einer komfortablen Position.

    Doch erklären Sie mal dem normalen Arbeiter, dem das Geld kaum für die Lebenshaltungskosten reicht, wie er mit ganz wenig Geld zu einem Aktienpaket kommt, das ihm wirklich was bringt. Ohne ein bisschen Startkapital geht das nicht. Wenn nichts zum Ansparen übrig bleibt, man alles auf Pump kaufen muss und die Bildungsmöglichkeiten erschöpft sind... wie solls gehen?

  • Dem kann ich nur zustimmen.
    Auch ich kaufen Aktien. Nicht zum zocken, sondern zum halten. Damit ich mit 65 von den Dividenden leben kann.
    Meine Aktien entsprechen genau dem, was in dem Artikel genannt wird. Konservative Werte von Firmen, die Produkte herstellen, auf die die Menschen nicht verzichten können. Nahrung, Energie, Kleidung, Medizin und andere.

    Das bringt sicher keine 100% p.a., aber es bringt genug.

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