Aktien der Milliardäre: Weshalb die Familie Walton so viele Superreiche hat

Aktien der MilliardäreSo meistern Superreiche die Finanzkrise

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Weshalb die Familie Walton so viele Superreiche hat

Platz 8: Wal-Mart

Fast genauso gut wie H&M hat sich die Supermarktkette Wal-Mart entwickelt. Deren Besitzer tauchen gleich mehrfach unter den reichsten Personen der Welt auf. In der Bloomberg-Liste belegten sie 2012 die Plätze 12, 13, 15 und 16: Es sind: Christy Walton, Jim Walton, Rob Walton und Alice Walton.

Die enorm hohe Präsenz in der Liste der Superreichen ist kein Wunder, schließlich gehört die Supermarktkette zu den zehn wertvollsten Aktiengesellschaften der Welt, aktuell liegt der Konzern auf Platz sechs.

Die Hans-Böckler-Stiftung hat einmal das Rezept des Konzerns untersucht. Das Fazit lautet: „Wal-Marts Erfolgsgeschichte in den USA beruht auf einer gelungenen Umsetzung der Discount-Philosophie in einer strategisch günstigen Umgebung der Kleinstädte des Südens und Mittleren Westens: riesige Einkaufshallen in ländlichen Gebieten, günstige Grundstückspreise, niedrige Baukosten und billige Arbeitskräfte. Die stabile Vormachtstellung heute begründet sich darüber hinaus in einem hochtechnologischen Distributions- und Datenerfassungssystem und in der Macht eines Rieseneinkäufers über seine Zulieferer, um niedrige Einkaufspreise zu erzielen.“

Hinsichtlich der Arbeitsbeziehungen sei es dem Konzern in den USA durch eine Kombination einer vergemeinschaftenden Personalpolitik, gezielter Einschüchterung und bewusst gewerkschaftsfeindlicher Positionen gelungen, jegliche gewerkschaftliche Organisierung zu verhindern. Die Profitabilität des Unternehmens ergebe sich dabei nicht nur aus einer gelungenen Strategie der Marktpräsenz in ländlichen Regionen und einer ausgefeilten Warenwirtschaft, sondern auch auf Kosten der Beschäftigten, deren Arbeits- und Lohnbedingungen auf unterstem Niveau liegen.

Die Prognose der Wissenschaftler: „Kurz- und langfristig wird Wal-Mart durch seine Niedrigpreispolitik und durch seinen beispiellosen Druck auf die Hersteller den Wettbewerb zwischen den Einzelhandelsunternehmen weiter verschärfen. Von diesen Faktoren wird es abhängen, ob Wal-Mart in Zukunft die beabsichtigte Rolle eines Trendsetters innerhalb der Branche übernehmen kann, der dauerhaft Standards in Fragen der Preispolitik, der Hersteller-Zulieferer-Beziehungen und der Vertriebssysteme setzt.“

Mehr zur Aktie: Wal-Mart

Kommentare zu " Aktien der Milliardäre: So meistern Superreiche die Finanzkrise"

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  • ...dann maile am bessten mal an die redaktion. Um nicht nur die krise zu überstehen,sondern auch das gesamte leben,ink. seinen bedürfnissen, abzusichern - benötigen sie aber eigenkapital, ohne dem geht es wohl nur sperrlich.

  • wenn interessiert es, wie dieses Superreichen die Finanzkrise überstehen. Mit soviel Geld ist das doch keine Kunststück, ein uninterssanter, dummer Beitrag

  • " Genauso habe ich es geschafft, in jungen Jahren mit 70-80 Stunden-Wochen, viel Arbeit, jahrzehnten keinen Urlaub"

    Welche ein lebenswertes Leben.

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