Aktienverkauf
Ex-MLP-Chef stößt Aktien ab

Ex-MLP-Vorstandschef Bernhard Termühlen hat sich von einem Teil seines Aktienpakets an dem Heidelberger Finanzmakler getrennt. Termühlen bestätigte am Dienstag den Verkauf von 3,9 Millionen MLP-Aktien.

HB FRANKFURT. Sie seien außerbörslich über die Investmentbank Goldman Sachs verkauft und breit gestreut worden, sagte der 2004 bei MLP ausgeschiedene Termühlen. An der Börse haben die nun verkauften Aktien einen Wert von rund 68 Mill. Euro, den tatsächlichen Erlös aus der Platzierung nannte er nicht. Händler nannten einen Preis von 17,45 Euro.

Die im Nebenwerteindex MDax gelistete MLP-Aktie lag mehr als ein Prozent im Minus bei 17,60 Euro.

Im Herbst hatte Termühlen seinen MLP-Aktienbesitz bereits auf 9,7 von knapp 14 Prozent reduziert. Die Höhe des aktuellen Anteils an dem auf Akademiker spezialisierten Finanzmakler wollte Termühlen zunächst nicht beziffern. Dazu werde es in Kürze eine Mitteilung geben, sagte er nur. Das könnte darauf hindeuten, dass Termühlen inzwischen weniger als fünf Prozent hält. Ein Unterschreiten dieser Schwelle müsste er melden. Die 3,9 Mill. verkauften Papiere entsprechen einem Anteil von 3,6 Prozent. MLP wollte sich zu dem Aktienverkauf nicht äußern.

Großaktionär ist die Familie des MLP-Mitgründers Manfred Lautenschläger mit gut 29 Prozent. Er war Termühlens Vorgänger als Vorstandschef. Die Landesbank Berlin hält knapp zehn Prozent.

2004 war Termühlen durch Uwe Schroeder-Wildberg abgelöst worden und hatte sich ins Privatleben zurückgezogen. Vorher war er bei Investoren und in den Medien in die Kritik geraten, weil man ihm vorwarf, die Bilanz von MLP jahrelang mit Buchungstricks geschönt zu haben.

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