Anzeichen für Erholung fehlen
Dax-Ausblick: Finanzkrise zieht Kreise

Finanzkrise und kein Ende: Nachdem die Börsen in der abgelaufenen Woche teils kräftig nachgaben, sehen Beobachter auch für die kommende Woche eher schwarz. Niemand weiß, wie weit die US-Hypothekenkrise noch ausstrahlt, und Impulse von Unternehmensseite dürften weitgehend fehlen. Bleiben Konjunkturnachrichten, die vielleicht Signale geben können.

HB FRANKFURT. Die anhaltenden Turbulenzen stehen nach Einschätzung von Börsianern einer deutlichen Erholung des Dax in der neuen Woche entgegen. Aktien seien zwar fundamental billig. Trotzdem meinen Händler, der Abschwung könnte sich tendenziell sogar noch fortsetzen. Die Gefahr, dass die US-Kreditkrise auf andere Bereiche übergreift, hat wieder zugenommen. So sehen Beobachter der Bank HSBC bereits Anzeichen dafür, dass in den USA auch Verbraucherkredite für Autos oder Kreditkarten von der Krise erfasst werden.

Die Subprime-Krise selbst dürfte ihren Höhepunkt nach Ansicht vieler Analysten erst im ersten Quartal 2008 erreichen; so lange ist bei den Bankaktien möglicherweise keine generelle Trendwende zu erwarten. Das ist bedeutsam, weil Finanztitel in vielen Indizes wie dem S&P-500, dem FTSE-100 oder auch dem Euro-Stoxx-50 ein hohes Gewicht haben. Der Dax ist da eher die Ausnahme: In ihm haben die Banken ein Gewicht von zehn Prozent, die Versorger dagegen ein Gewicht von 17 Prozent.

Doch auch diese Branche bringt derzeit kaum Auftriebsimpulse. RWE, eines der Zugpferde aus der Gruppe der Versorger, ist zuletzt angeschlagen worden. Eon ist bereits weit nach vorne gelaufen. Sollten die Versorger künftig nicht mehr gegen den Index nach oben laufen, wäre das ein schlechtes Zeichen für den Dax. Denn die Marktbreite ist laut charttechnischen Analysten ein Warnsignal. Einige Werte wie Allianz oder auch Lufthansa deuten bereits Umkehrformationen an.

In der zweiten Reihe sind viele MDax- und SDax-Werte bereits mit Pauken und Trompeten in die Baisse gegangen. Marktteilnehmer warnen vor vorschnellen Käufen: Anleger sollten zunächst nur Werte kaufen, die ihre Abwärtstrends bereits verließen, heißt es bei den technischen Analysten der Commerzbank, die als Beispiel auf Südzucker verweisen.

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