Archipelago-Transaktion
In den USA entstehen Börsenriesen

Die New York Stock Exchange verteidigt mit der Übernahme der elektronischen Handelsplattform Archipelago ihre Marktführerschaft.

HB NEW YORK. Unter den US-Börsen kristallisieren sich, ähnlich wie in Europa, zwei klare Marktführer heraus – die New York Stock Exchange (Nyse) und die technologielastige Nasdaq. Beide werden nach Einschätzung von Experten in den nächsten Monaten und Jahren die Konsolidierung des Wertpapierhandels vorantreiben und auf Dauer auch die beiden europäischen Platzhirsche Deutsche Börse in Frankfurt und Euronext in Paris herausfordern.

Am Dienstag stimmten nach dem vorläufigen Ergebnis 1 168 der 1 366 Eigner der Nyse für die Übernahme der elektronischen Handelsplattform Archipelago. Da gleichzeitig auch Archipelagos Aktionäre dem Zusammenschluss mehrheitlich zustimmten, fehlt zum Abschluss des Kaufs nur noch die Genehmigung durch die US-Börsenaufsicht SEC.

Damit zeichnet sich ab, dass die Nyse – der weltgrößte Aktienmarkt nach dem Wert der dort gehandelten Unternehmen – ein leistungsfähiges elektronisches Handelssystem erhält und so eine alte Schwäche beseitigt. Gleichzeitig wird die Nyse selbst zum börsengehandelten Unternehmen.

„Es dauert wohl noch einige Jahre, aber transatlantische Fusionen im Wertpapierhandel werden kommen“, sagt Benn Steil, Aktienexperte des New Yorker Council on Foreign Relations und Aufsichtsratsmitglied der Schweizer Börse Virt-X. Steil erwartet, dass die technologielastige Nasdaq sich als erste auf den alten Kontinent wagt. Denn Nasdaq-Chef Robert Greifeld hat bereits vor Monaten die elektronische Handelsplattform Instinet vom britischen Informationskonzern Reuters übernommen, und das Unternehmen verfügt bereits seit längerem über eine Börsennotierung.

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