Atomstreit mit dem Iran im Blick
US-Börsen vor unruhiger Woche

In der bevorstehenden Woche dürfte es an den US-Aktienmärkten unruhig werden. Was die Börsen-Experten konkret von der Woche erwarten und welche Themen im Fokus stehen, lesen Sie hier.

HB NEW YORK. Mit Spannung werden die Börsenhändler beobachten, welche Richtung der diplomatische Streit um das iranische Atomprogramm nimmt. Daneben wird ihre Aufmerksamkeit den Reden mehrerer Vertreter der US-Notenbank Fed gelten. Analysten erwarten zudem, dass der Markt einige der Gewinne der vergangenen Woche konsolidieren wird. Mit dem Auslaufen der Berichtssaison legen nur noch wenige Unternehmen ihre Quartalszahlen vor.

Die iranische Regierung hat angekündigt, sie werde bis Dienstag auf das diplomatische Anreizpaket antworten, das ihr die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland im Atomstreit vorgelegt haben. Darin wird der Iran zur Aussetzung seines gesamten Nuklearprogramms aufgefordert. Die USA und andere Staaten verdächtigen das Land, es wolle Atomwaffen entwickeln. Der Iran selbst spricht von einem friedlichen Programm zur Energiegewinnung.

Bislang hat es aus Teheran keine Signale für eine Annahme der Vorschläge gegeben. Eine vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Resolution, in der unter Androhung von Sanktionen eine Frist bis zum 31. August gesetzt wird, hat der Iran zurückgewiesen. „Es wird zu Wochenbeginn einiges Säbelrasseln geben“, sagte Steve Goldman vom Wertpapierhändler Weeden & Co. Das Näherrücken der Fristen werde die Märkte unberechenbarer machen.

Eine Sorge der Investoren in diesem Zusammenhang gilt dem Ölpreis. Falls der Atomstreit eskaliert, könnte er wieder auf das Rekordniveau von 78,40 Dollar pro Barrel (159 Liter) vom 14. Juli und darüber hinaus schnellen, nachdem er zuletzt neun Prozent unter diesen Stand gesunken war. Dies würde die Aussichten für Inflation, Firmengewinne und Wirtschaftswachstum beeinträchtigen. Nach Einschätzung von Analysten könnte eine solche Entwicklung zudem die Fed veranlassen, ihre am 8. August ausgesetzte Serie von Zinserhöhungen wieder aufzunehmen.

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