Ausblick auf die neue Börsenwoche
Dax-Ausblick: Positive Impulse gesucht

Anleger sollten vorsichtig agieren, raten Marktbeobachter und Charttechniker aktuell. So wie es in der vergangenen Woche lief, werde es wohl auch in den nächsten Tagen weitergehen: Der Dax könnte in einer Bandbreite von 200 Punkten schwanken. Während Investoren gespannt auf neue Konjunkturtermine achten, raten einige Expeten, zunächst weiter hohe Cashbestände zu halten.

HB FRANKFURT. „Am Aktienmarkt dürfte weiter nach einer Richtung gesucht werden“, sagt Hans-Jörg Naumer, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI). Seiner Einschätzung nach wird der Dax in der neuen Woche um ein Niveau bei rund 7 600 Punkten schwanken. „Es könnte bei negativen Meldungen auch mal nach unten gehen. Positive Impulse erwarte ich eher nicht.“

Aktienstratege Christian Kahler von der DZ Bank geht davon aus, dass sich der deutsche Leitindex in einer Spanne von 7 400 bis 7 600 Punkten bewegen wird. Bereits in der abgelaufenen Woche ging der Dax auf Achterbahnfahrt und gab auf Wochensicht um rund 2,5 Prozent nach. Auf längere Sicht dürften sich die Kurse nach Ansicht von Aktienexperten zwar wieder nach oben bewegen. In einem Jahr schon könnte die Welt nach Kahlers Ansicht wieder ganz anders aussehen. „Dann dürften die Kurse wieder höher stehen. Die Bewertung von Aktien ist weiterhin günstig und für die Entwicklung der Unternehmen stehen die Ampeln auf grün.“

Für die kommenden Wochen rät Kahler allerdings noch zur Vorsicht. „Ich befürchte einen zweiten Rücksetzer am Markt.“ Auch die Aktienexperten der Landesbank Berlin empfehlen, angesichts der derzeitigen Schwankungen an den Märkten nichts zu überstürzen. „Anlegern raten wir daher, vorsichtig zu agieren und die weitere Entwicklung sehr genau zu beobachten.“ Die Probleme an den Immobilienmärkten dürften ihrer Einschätzung nach die Investoren noch eine Weile beschäftigen.

Damit dürfte den Märkten eine weiterhin volatile Entwicklung bei erhöhtem Risiko weiterer Verluste bevorstehen. Diese Phase könnte sich sogar bis zur nächsten Berichtssaison Ende Oktober erstrecken. Denn dann erst wird sich erweisen, in welchem Ausmaß die Ergebnisse der Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen wurden und ob das Argument der moderaten Bewertung, das die Optimisten gerne ins Feld führen, wirklich seine Berechtigung hat.

Im Grunde dreht sich an den Finanzmärkten derzeit alles um eine Frage: Wird die US-Kreditkrise auf die Realwirtschaft durchschlagen oder bleiben die Auswirkungen auf den Finanzsektor beschränkt? Das versuchen die Investoren derzeit anhand von Konjunkturdaten zu ergründen. Die bisherigen Indikatoren lassen zwar noch keine endgültige Antwort zu, aber die Arbeitsmarktdaten vom Freitag sind zumindest ein Warnsignal. Die Zahl der Beschäftigten ist im August um 4 000 gegenüber dem Vormonat gesunken, wobei ein Aufbau um 120 000 Stellen erwartet worden war. Damit wurde der schwächste Wert seit vier Jahren verzeichnet. Zudem wurden auch die Vormonatszahlen um insgesamt 81 000 nach unten revidiert. Der US-Arbeitsmarkt zeige damit nicht mehr nur eine nachlassende Dynamik, sondern deutliche Zeichen einer trendmäßigen Abschwächung, meinten Volkswirte.

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