Ausblick auf die neue US-Börsenwoche
Analysten sehen Wall Street weiter im Aufwind

Die Kurse an der Wall Street dürften nach Einschätzung von Analysten in der kommenden Woche dank gesunkener Öl-Preise weiter steigen. Im Fokus der durch den Feiertag "Presidents' Day" am Montag verkürzten Handelswoche dürften die Quartalszahlen großer Einzelhändler wie unter anderem Wal-Mart stehen.

HB NEW YORK. Mit Spannung erwartet wurde zudem die Veröffentlichung jüngster Verbraucherpreis-Daten sowie des Protokolls der jüngsten Fed-Sitzung, von dem sich die Investoren Hinweise auf die weitere Zinspolitik erhoffen.

Am Freitag war der Dow-Jones-Index der Standardwerte kaum verändert mit 11 115 Punkten aus dem Handel gegangen. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,17 Prozent auf 1287 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq verlor um 0,53 Prozent und lag bei 2282 Punkten. Im Laufe der Woche gewann der Dow um 1,8 Prozent, der S&P um 1,6 Prozent und die Nasdaq um 0,9 Prozent. Der Preis für ein Barrel US-Öl (rund 159 Liter) war am Mittwoch zum ersten Mal sei dem 28. Dezember auf unter 58 Dollar gefallen. Im Wochenverlauf stieg der Preis zwar wieder, blieb aber unter der psychologisch wichtigen Marke von 60 Dollar. Niedrigere Energiepreise gehen in der Regel mit Kursgewinnen an der Börse einher, weil die Kosten für Unternehmen sinken.

"Ich gehe davon aus, dass die Anleger mit Blick auf die Verbraucherdaten und das Auftauchen von Bernanke an der Spitze der Fed mit einem ganz guten Gefühl in die kommende Woche gehen", sagte Fred Dickson von D.A. Davidson & Co. Die US-Verbraucherpreise vom Januar werden am Mittwoch veröffentlicht. Bereits am Dienstag wird das Protokoll der Sitzung der US-Notenbank Fed vom 31. Januar vorgelegt - der letzten unter Vorsitz von Alan Greenspan. Sein Nachfolger ist Ben Bernanke.

Dieser hatte in dieser Woche bei zwei Anhörungen vor dem US-Kongress seine Warnung vor Inflationsgefahren bekräftigt und damit die Erwartungen steigender Zinsen bestärkt. Bernanke signalisierte eine Fortsetzung der Politik moderater Zinserhöhungen zumindest in den nächsten Monaten. An den Märkten wird für die nächste Fed-Sitzung Ende März fest mit einer Erhöhung des Leitzinses auf dann 4,75 Prozent gerechnet. "Seine (Bernankes) Äußerungen haben nicht nur dem Kongress gefallen, sondern auch der Wall Street", sagte Dickson.

Mit den Quartalsberichten von Einzelhändlern klingt die US-Berichtssaison in der kommenden Woche langsam aus. Wal-Mart und Home Depot und Federated Department Stores legen ihre Zahlen am Dienstag vor. Am Donnerstag folgen Gap und Nordstrom. Die Zahlen der Unternehmen werden mit besonderem Interesse verfolgt, weil Konsumausgaben rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA ausmachen.

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