Ausblick
Rettungsplan könnte Wall Street beflügeln

Ein Hilfsplan des US-Finanzministeriums für die Subprime-Kreditnehmer könnte den US-Börsen in der kommenden Woche weiter Auftrieb geben. Zudem dürften anhaltende Spekulationen über eine erneute Zinssenkung der US-Notenbank im Dezember die Anleger beschäftigen. Im Fokus der Investoren werden wohl einmal mehr Finanztitel stehen.

HB NEW YORK. Eine Reihe von Konjunkturdaten werden die Börsianer daher wohl vor allem auf Hinweise darauf untersuchen, ob sich der Zustand der US-Wirtschaft verschlechtert hat. Das schlechte Urteilsvermögen einiger weniger habe die gesamte Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen, sagte Ernest Csak von Knight Equity Markets in New Jersey. "Wenn das Finanzministerium das Bluten nun stoppen und das Vertrauen der Anleger wiederherstellen kann, wird das dem Markt gut tun."

Finanzminister Henry Paulson wird wohl am Mittwoch Details zu dem Plan vorstellen, der Subprime-Kreditnehmern helfen soll. Berichten zufolge ist darin vorgesehen, den Zins bei vielen sonst gestaffelten Krediten einzufrieren. Vor allem die Aktien der krisengebeutelten Hypothekenbanken waren nach Bekanntwerden des Vorhabens in die Höhe geschnellt.

Auch anhaltende Spekulationen über die Zinssätze werden Analysten zufolge in der kommenden Woche ein wichtiges Thema sein. Dabei gehe es aber inzwischen weniger darum, ob die Fed die Zinsen ein weiteres Mal senken werde, sondern vielmehr um die Höhe des Zinsschritts. "Ein Prozentpunkt scheint mir sicher zu sein", sagte Craig Hester von Hester Capital Management. Auch ein tiefergehender Eingriff sei denkbar, um die Kreditmärkte aus ihrer Starre zu lösen. Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke gaben den Märkten bereits in der vergangenen Woche Auftrieb. Bernanke hatte am Donnerstag Offenheit für weitere Zinssenkungen signalisiert.

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