Ausblick
Wall Street: Ende eines Horror-Monats

Seit mehr als 20 Jahren waren die Kurseinbrüche an der Wall Street nicht mehr so schlimm wie in diesem Oktober. Die letzte Woche dieses Turbulenten Monats markiert erneut wichtige Meilensteine – etwa die Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch, der vorläufige Bericht der Regierung zum Bruttoinlandsprodukt oder die Unternehmenszahlen wichtiger Blue-Chips.

HB NEW YORK. Welche Richtung die US-Aktienmärkte in der letzten Oktoberwoche auch einschlagen, die Börsianer werden den Handelsmonat sicher nicht so schnell vergessen. Seit Anfang Oktober büßte der Dow Jones 22,8 Prozent seines Wertes ein, der S&P 500 verlor 24,7 Prozent und der Nasdaq rutschte 25,8 Prozent ab. Damit waren die Kurseinbrüche so stark wie seit dem Crash von 1987 nicht mehr. Die Börsianer hoffen nun, den letzten Handelstag des Monats und damit auch Halloween nicht mit allzu viel Schrecken zu beschließen.

Mit Spannung erwarten die Anleger die Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch sowie eine Reihe von Daten der US-Notenbank zur wirtschaftlichen Entwicklung. Auch dem vorläufigen Bericht der Regierung zum realen Bruttoinlandsprodukt am Donnerstag dürften viele Investoren mit gemischten Gefühlen entgegensehen.

Am Mittwochabend wird die Fed bekanntgeben, ob sie die Zinsen ein weiteres Mal senkt. „Ich denke, alle rechnen mit einer Zinssenkung. Die Frage ist: Um wie viel?“ sagte Bucky Hellwig von Morgan Asset Management. „Eine kosmetische Herabsenkung würde dem Markt nicht viel bringen. Psychologisch gesehen könnte eine größer als erwartete Senkung bestätigen, dass die Fed alle Waffen aus ihrem Arsenal nutzt, um den Abwärtstrend weniger schmerzhaft werden zu lassen.“

Die Notenbank veröffentlicht zudem unter anderem die Verkaufszahlen bei neuen Häusern und gibt Ergebnisse zur Stimmung unter den Verbrauchern bekannt. Dazu kommen die Aufträge für Konsumgüter und Daten zu persönlichen Einkommen und Ausgaben der US-Bürger. Investoren und Marktanalysten werden bei all diesen Zahlen der Frage nachgehen, wie tief die drohende Rezession wirklich werden könnte.

Bei den Unternehmenszahlen werden die Quartalsergebnisse der Energieriesen Exxon und Chevron sowie vom Lebensmittelkonzern Kraft Foods und dem Konsumgüterhersteller Procter & Gamble im Fokus stehen. Am Freitag waren die US-Börsen mit tiefroten Zahlen aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 3,6 Prozent im Minus bei 8378 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 8187 und 8683 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 3,5 Prozent auf 876 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 3,2 Prozent nach auf 1552 Punkte. Im Wochenverlauf verlor der Dow 5,4 Prozent, der S&P500 6,8 Prozent und die Nasdaq 9,3 Prozent.

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