Ausblick
Wall Street: Im Bann des Immobilienmarktes

Immobilienmarktdaten und ein Zentralbank-Treffen dürften in dieser Woche die Nervosität der US-Anleger weiter steigern. Von Interesse dürften auch die Geschäftszahlen einiger großer US-Unternehmen sein.

HB NEW YORK. Am Freitag schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,41 Prozent im Minus bei 12.110 Punkten. Er verlor auf Wochensicht 1,4 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel 0,38 Prozent auf 1386 Zähler. Der Nasdaq-Composite gab 0,25 Prozent nach auf 2372 Stellen.

Schlechte Zahlen auf dem Immobilienmarkt drohen auch in dieser Woche die Stimmung an der Börse trüben, nachdem bereits in den vergangenen Tagen Negativ-Nachrichten über Probleme auf dem Markt für zweitklassige Hypothekendarlehen die Runde gemacht hatten. Unternehmen auf dem Markt für diese so genannten "subprime mortgages" leihen Kreditnehmern mit schlechter Bonität Geld.

Die Verschlechterung führte dazu, dass der Anteil von Hypotheken, in den ersten Stadien der Zwangsvollstreckung auf eine Rekordzahl stieg. Die sowie die generell schlechte Lage auf dem Immobilienmarkt führte dazu, dass die Aktien von Baufirmen, einigen Einzelhändlern und Finanzdienstleistern fielen.

Interessant im Hinblick auf die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt: KB Home, eine der größten US-Baufirmen, veröffentlicht am Donnerstag ihre Zahlen für das erste Quartal diese Jahres.

Bereits am Dienstag werden die Februar-Daten über die Zahl der Wohnbaubeginne erwartet. Im Januar hatte sich die Lage am US-Immobilienmarkt deutlich verschlechtert, die Zahl der Wohnbaubeginne war dem Handelsministerium zufolge um 14,3 Prozent auf einen Jahresdurchschnitt von 1,4 Millionen Häuser gesunken. Von Reuters befragte Analysten rechneten im Februar mit einer leichten Erholung auf rund 1,5 Millionen Häuser.

Am Freitag veröffentlicht der Nationale Maklerverband die Verkaufszahlen von bereits bestehenden Häusern. Hier rechnen Analysten durchschnittlich mit einem Rückgang auf 6,3 Millionen Häuser auf das Jahr gesehen, verglichen mit 6,7 Millionen im Vormonat.

Nach zweitägigen Beratungen wird die US-Zentralbank am Mittwoch zudem ihre Zinsentscheidung bekannt geben. Analysten erwarten hier keine Überraschungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Zinssätze unverändert bleiben. Im Juni hatte die Zentralbank die Zinssätze angehoben, seitdem liegt der Leitzins bei 5,25 Prozent.

Von Interesse dürften auch die Geschäftszahlen einiger großer US-Unternehmen sein. Sowohl die Softwarekonzerne Adobe und Oracle wie auch das Transportunternehmen FedEx legen kommende Woche ihre Zahlen vor.

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