Ausblick
Wall Street: Luft nach oben

Die Chancen stehen gut, dass die positive Entwicklung der Börsenkurse sich auch an der Wall Street in der kommenden Woche fortsetzt.

HB NEW YORK. Der Aufwärtstrend an der Wall Street dürfte sich auch in der kommenden kurzen Börsenwoche fortsetzen - vorausgesetzt der neu entdeckte Konjunkturoptimismus der Börsianer erhält keine herben Dämpfer. Neben Konjunkturdaten wird dabei vor allem der inoffizielle Auftakt der Berichtssaison mit Konzernen wie Alcoa im Fokus der Anleger stehen. Die Börsianer werden zudem erneut jeden Schritt der Regierung genau unter die Lupe nehmen, um mehr über Präsident Barack Obamas Pläne zur Stabilisierung des Finanzsystems und zum Ankurbeln der in einer Rezession steckenden Wirtschaft zu erfahren.

„Wir haben noch ein wenig Luft nach oben“, sagte William Stone, Chef-Investmentstratege bei PNC Wealth Management. „Wir sind offensichtlich im März und bis in den April hinein therapiert worden und haben einige negative Zahlen mit einem Achselzucken hingenommen. Die Therapie war: Die Erwartungen an die Wirtschaft wurden soweit zurückgeschraubt, dass wir einige Zahlen - auch wenn diese schlecht waren - als besser als erwartet betrachteten.“ Einige Analysten rechnen damit, dass die Talsohle der US-Wirtschaft erreicht ist.

So wurden zum Wochenausklang auch Sorgen um den Arbeitsmarkt vom Tisch gewischt. Nach Daten vom Freitag hat sich der US-Jobabbau überraschend stark beschleunigt. Im März fielen 663 000 Jobs weg. Dennoch kletterte der Dow an dem Tag getrieben von Research in Motion-Zahlen das erste Mal seit Anfang Februar über die 8000er Marke.

Alles drehe sich darum, wie es weitergehe mit der Wirtschaft, sagte John Praveen, Chef-Investmentstratege bei Prudential International Investments. In den vergangenen Wochen seien einige Lichtblicke bei den Makro-Daten dabei gewesen. Der Markt warte nun auf weitere Zahlen, um zu sehen, ob sie sich weiter verbesserten. Aufklärung liefern unter anderem am Donnerstag die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Zahlen zum Außenhandel für Februar. Am Karfreitag bleiben die Börsen dann geschlossen.

Von großem Interesse wird auch der inoffizielle Start der Berichtssaison sein. Nach Thomson Reuters-Daten werden die Ergebnisse des ersten Quartals um 36,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum einbrechen. Erste Klarheit werden die Marktteilnehmer gleich am Dienstag bekommen, wenn der Aluminium-Riese Alcoa seine Zahlen vorlegt. Analysten gehen davon aus, dass der Konzern wegen des Preisverfalls beim Aluminium seinen zweiten Quartalsverlust in Folge einräumen muss.

Im Blickpunkt der Börsianer steht nach Ansicht vieler Experten vor allem eins: „Wie ist der Ausblick der Unternehmen für den Rest des Jahres? Wie wir alle wissen sie es nicht. Alles, was sie eigentlich tun können, ist, die gegenwärtige Lage zu projizieren, und die ist eindeutig negativ“, sagte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management.

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