Ausblicke enttäuschen Investoren und Analysten: Technologiekonzerne ernten keinen Beifall

Ausblicke enttäuschen Investoren und Analysten
Technologiekonzerne ernten keinen Beifall

Führende Technologiekonzerne wie IBM, Intel und Apple haben mit ihren guten Geschäftszahlen für das vergangene Quartal die Erholung der Branchenkonjunktur bestätigt. Dennoch sind Investoren sowie Analysten enttäuscht, denn die Prognosen waren eher zurückhaltend. Das führte zu Kursverluste bei den Technologieaktien.

HB MÜNCHEN. „Es ist eine gewisse Ernüchterung erkennbar“, sagte HVB-Analyst Günther Hollfelder in München nach Bekanntgabe der Quartalszahlen von US-Konzernen am Vorabend sowie von der koreanischen Samsung oder der niederländischen ASML am Morgen. „Die Zahlen für das vierte Quartal waren allgemein relativ gut, aber im Hinblick auf das laufende Jahr ist immer noch eine gewisse Vorsicht erkennbar.“ Mancher Branchenexperte und Anleger habe mehr Optimismus erwartet.

Insbesondere der zurückhaltende Ausblick von Intel lastete auf der Branche. Analyst Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz sagte, der weltgrößte Halbleiterhersteller habe in dem Sektor Gewinnmitnahmen ausgelöst. Der europäische Technologie-Index gab bis zu 1,4 % nach, erholte sich dann aber wieder etwas.

Intel hatte zwar im Schlussquartal 2003 den Gewinn auf 2,17 Mrd. Dollar oder 33 Cent je Aktie verdoppelt und von einem Anziehen der Nachfrage gesprochen. Zugleich kündigte der im kalifornischen Santa Clara ansässige Konzern für das laufende Quartal aber die Rückkehr zu saisonalen Umsatzmustern und damit einen Erlösrückgang an. Vor allem aber enttäuschten die Investitionspläne, die 2004 nur moderate Erhöhungen vorsehen - ein Zeichen, dass mittelfristig nicht mit einer überschäumenden Nachfrage gerechnet wird. „Das deutet nicht gerade auf großen Optimismus hin“, resümierte ein Analyst. Die Intel-Aktie, die in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt hatte, verlor am Donnerstag im frühen Handel rund 1,7 % auf 32,70 Dollar.

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