Beim Treffen in New York
Keine Einigung über Delistung von deutschen Firmen

Das Treffen von Bundesfinanzminister Hans Eichel und dem CEO der New York Stock Exchange, John Thain, hat noch keine Einigung über das problematische Delisting von deutschen und europäischen Unternehmen an der US-Börse ergeben.

HB NEW YORK. Eichel sagte am Montag im Anschluss an das Gespräch, eine Lösung sei noch nicht gefunden, aber es gebe viele Überlegungen. So gebe es auf der US-Seite durchaus Verständnis für das deutsche bzw europäische Anliegen. „Eine Überlegung ist, dass man die Zahl der US-Aktionäre, bei denen noch die Anforderungen nach US-GAAP erfüllt werden müssen, deutlich heraufsetzt“, erklärte Eichel. Gegenwärtig liegt diese Grenze bei 300 Aktionären.

„Natürlich ist die New York Stock Exchange am Listing und nicht am Delisting von Unternehmen interessiert.“ Das heiße, dass die Börse attraktiver werden und die Kosten senken müsse, das sei der andere Ansatz, fügte der Minister hinzu. Letztlich sei aber klar, dass die Regeln für ein Delisting einfacher werden müssten, sofern sich ein Unternehmen dafür entscheide. „Das kann man nicht mit den Regeln der 60er Jahre machen“, betonte Eichel.

Nach den Börsenskandalen seien die Börsenregeln in den USA wie in Europa verschärft worden, nun gehe es darum, die Regeln auch gegenseitig anzuerkennen, immerhin stehe der europäische Finanzmarkt den USA nicht nach. Er sei aber nicht der Verhandlungsführer, hier sei die Europäische Union am Zug. Zum Zeithorizont für eine mögliche Lösung sagte Eichel, „ich hoffe, dass wir möglichst schnell vorankommen, sowohl beim Delisting wie bei der gegenseitigen Anerkennung“. Dies liege schließlich im beiderseitigen Interesse.

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