Bekannt durch vorbörslichen Handel mit Neuemissionen
Kapitalerhöhung bei Schnigge geplatzt

Der defizitäre Börsenmakler Schnigge kann seine Kapitalerhöhung über 1,6 Millionen Euro nicht wie geplant platzieren. Es fanden sich nicht genügend Teilnehmer.

HB DÜSSELDORF. Wegen der unbefriedigenden Teilnahme hätten Vorstand und Aufsichtsrat sich entschlossen, die Kapitalerhöhung nicht vorzunehmen, teilte Schnigge am Mittwoch mit. „Wir werden die Restrukturierungsmaßnahmen weiter fortsetzen, um die Kontinuität der Gesellschaft zu gewährleisten“, sagte Vorstandsmitglied Florian Weber. Die OFL Anlagenleasing AG, mit rund 30 Prozent Großaktionär bei Schnigge, war am Abend wegen des Feiertags am Firmensitz Dresden nicht für einen Kommentar zu erreichen.

Schnigge beschäftigt derzeit noch 14 Mitarbeiter und hat im ersten Halbjahr 2004 einen Verlust von 409 000 Euro eingefahren. Der Düsseldorfer Broker, in den Boomzeiten des deutschen Aktienmarktes Ende der 90er Jahre durch den vorbörslichen Handel mit Neuemissionen bekannt geworden, war vor allem durch Abschreibungen auf Firmenbeteiligungen in finanzielle Bedrängnis geraten. Das operative Geschäft des Maklers leidet zusätzlich wie in der gesamten Branche unter der Zurückhaltung der Anleger bei Aktiengeschäften. Eine Reihe von Brokern wie zum Beispiel die Kling Jelko Wertpapierhandelsbank oder Fritz Nols waren deshalb zuletzt zur Aufgabe gezwungen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%