Beschlüsse des Arbeitskreises Aktienindex
Merck ersetzt Altana im Dax

Die Aktie des Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck ist ab Mitte Juni Mitglied der ersten Börsenliga. Sie soll das Papier von Altana im Dax ersetzen. Doch das ist nicht die einzige Änderung, die der Arbeitskreis Aktienindex der Börse am Dienstagabend beschloss.

HB FRANKFURT. Wie die Deutsche Börse am Dienstagabend in Frankfurt mitteilte, ersetzt das Merck-Papier ab 18. Juni die Aktie von Altana, die in den MDax absteigt, dem der Aufsteiger Merck bislang angehörte. Altana erfülle bei der Marktkapitalisierung die Voraussetzungen für einen Verbleib im Dax nicht mehr, begründete die Deutsche Börse den Schritt.

Nach dem Verkauf der Pharma-Sparte an die niederländische Firma Nycomed sank der Börsenwert von Altana so stark, dass das Unternehmen aus Bad Homburg nicht mehr zu den 45 größten börsennotierten deutschen Firmen gehört - damit war eine von zwei Voraussetzungen für den Verbleib der Aktie im deutschen Leitindex nicht mehr erfüllt. Altana war fünf Jahre lang im Dax.

Merck war in der Vergangenheit immer wieder als Dax-Kandidat gehandelt worden. Bei der letzten Umstellung des Leitindex, bei der Schering nach der Übernahme durch Bayer entfernt wurde, hatte Merck den fast schon sicher geglaubten Platz in der ersten Reihe des deutschen Kapitalmarktes quasi auf den letzten Metern der Zielgeraden an die Postbank verloren.

Der Arbeitskreis Aktienindex der Börse beschloss am Abend außerdem Änderungen im Kleinwerteindex SDax. Das Papier von Axel Springer wird aufgenommen und ersetzt die Aktie von Thiel Logistik, die Aktie von Alstria rückt an die Stelle von Cewe Color.

Im MDax gibt es aktuell keine weiteren Änderungen, auch der TexDax bleibt noch bis zum Herbst in seiner derzeitigen Zusammensetzung bestehen. Die nächste turnusmäßige Überprüfung der Indizes durch die Börse steht am 5. September an.

Dax-Aufstieg von Merck zunächst eingepreist

Die Aufnahme von Merck zu Gunsten von Altana in den Dax ist Aktienhändlern zufolge in den aktuellen Kursen bereits eingepreist. Kurzfristig sei eine Konsolidierung möglich, ehe Richtung Vollzug am Abend des übernächsten Freitags Käufe passiver Index-Fonds den Kurs wieder antreibenkönnten, hieß es. Die technische Situation mit dem Ausbruch über die 100er Marke und den neuen Hochs am Dienstag deute auf weiteres Potenzial zunächst in den Bereich zwischen 110 und 120 Euro hin. Möglicherweise stützten die Aussagen vom Asco-Kongress zu vielversprechenden Ergebnissen von Erbitux und anderen Medikamenten die Stimmung noch etwas, hieß es weiter.

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