Bestätigte Medienberichte
Star-Investor Icahn wegen Insiderhandel unter Verdacht

In der US-Jagd auf Insiderhändler gerät eine prominente Gruppe unter Verdacht: Star-Investor Carl Icahn, ein Spitzen-Golfer und ein bekannter Gambler sollen sich illegal Informationen zugeschoben haben.
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New YorkDie US-Bundespolizei FBI und die Börsenaufsicht SEC prüfen offenbar, ob Großinvestor Carl Icahn, Spitzen-Golfer Phil Mickelson und Profi-Glücksspieler William Walters in einen Insider-Handel verwickelt sind. Die Behörden untersuchten, ob Mickelson und Walters womöglich illegal an der Börse handelten, und zwar basierend auf Informationen, die sie von Icahn bekommen hätten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Sie bestätigte damit einen Bericht des „Wall Street Journals“ vom Freitag. Es gebe aber gegen keine der drei Personen konkrete Anschuldigungen wegen eines Fehlverhaltens. Icahn sagte, er wisse nichts von einer solchen Untersuchung. Auch habe er in seiner 50-jährigen Laufbahn als Investor niemals Insider-Informationen weitergegeben.

Konkret geht es dem WSJ-Bericht zufolge um Geschäfte mit Clorox-Optionen – wenige Tage, bevor Icahn 2011 erklärte, den Haushaltswarenkonzern kaufen zu wollen. Der Milliardär hatte einen Anteil von 9,1 Prozent an Clorox angehäuft. Im Juli gab er dann ein Angebot für die Firma ab, das sie mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertete. Clorox-Aktien legten daraufhin deutlich zu.

Mickelson, der in der Rangliste der weltbesten Golfer zurzeit auf Platz 11 steht, erklärte nun, er habe nichts Falsches getan und arbeite mit den Behörden zusammen. Walters reagierte nicht auf Bitten um eine Stellungnahme.

Die Ermittlungen sollen schon vor drei Jahren begonnen haben. Sie sind Teil einer umfangreichen Überprüfung mutmaßlichen Insiderhandels durch die US-Behörden. Neben den Clorox-Geschäften gehe es um den Handel von Mickelson und Walters mit Aktien des Unternehmens Dean Foods, berichtete das WSJ. Diese Geschäfte hätten anscheinend aber nichts mit Icahn zu tun. Er sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er habe noch nie Aktien von Dean gekauft.

Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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