Bieter-Ausstieg
Alitalia-Aktie fällt auf Jahrestief

Nach dem Ausstieg eines Bieters aus dem Rennen um Alitalia ist der Aktienkurs der angeschlagenen Fluggesellschaft am Mittwoch auf ein Jahrestief gesunken.

HB ROM. Die Papiere verloren bis zum Mittag rund 3,5 Prozent auf 0,82 Cent. Die US-Beteiligungsgesellschaft Texas Pacific Group (TPG) hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass ihr Konsortium nicht in der Lage sei, alle Bedingungen für das offizielle Angebot zu erfüllen. Zu der Gruppe gehörten auch der Finanzinvestor MatlinPatterson und die italienische Geschäftsbank Mediobanca.

Damit bleiben nur noch zwei potenzielle Bieter übrig: die kleinere italienische Fluggesellschaft Air One mit der Partnerbank Intesa Sanpaolo und die russische Aeroflot mit der UniCredit-Bank. Aus Unternehmenskreisen verlautete, Air One wolle weiterhin für Alitalia bieten. Die von der Regierung gesetzte Frist für konkrete Angebote läuft am 2. Juli ab.

Der italienische Staat will mindestens 39,9 Prozent an der Fluggesellschaft verkaufen, die seit fast zehn Jahren keinen Gewinn mehr erwirtschaftet hat. Die Regierung in Rom hatte zuletzt angekündigt, sich möglicherweise auch vollständig von seiner Alitalia-Beteiligung von derzeit knapp 50 Prozent zu trennen.

Als Grund für den Ausstieg von TPG wird in Branchenkreisen der parallele Einstieg des Investors in das Bieterwettrennen um die spanische Fluggesellschaft Iberia vermutet. TPG hatte vor kurzem bekannt gegeben, zusammen mit British Airways für Iberia zu bieten.

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