Bisher ohne Nachfolger
Gibt Buffett noch schnell das letzte Geld aus?

An der Wall Street in New York brodelt die Gerüchteküche. Kann der legendäre amerikanische Investor Warren Buffett keinen geeigneten Ersatz für sich finden? Seine letzten Investitionen bestärken diese Theorie.
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New YorkWarren Buffett investiert vornehmlich in den USA und in etablierte Wirtschaftszweige. Insofern passte die jüngste Übernahme des Stromkonzerns NV Energy perfekt ins Bild. Aber an der Wall Street in New York wird gemunkelt, dass der legendäre Investor nicht einfach nur seinem bewährten Muster gefolgt ist, sondern weitaus mehr dahinter steckt.

Obwohl Buffett mittlerweile 82 Jahre alt ist, ist weiterhin unklar, wer das riesige Firmen-Imperium Berkshire Hathaway mit mehr als 280.000 Mitarbeitern künftig führen wird. Vielleicht hat Buffett, so die Mutmaßung vieler Beobachter, zu wenig Vertrauen in seinen Nachfolger. Insofern taugt die Energiebranche momentan als ideale Spielwiese, um zu Lebzeiten noch einen großen Teil der Barbestände in Höhe von 50 Milliarden Dollar sinnvoll anzulegen.

Aktionäre von Berkshire Hathaway trauen Buffett zwar zu, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Aber die Experten sind sich einig, dass das „Orakel von Omaha“ eben doch sehr besonders ist. Wie kein anderer findet er immer wieder unterbewertete Firmen und investiert - wie etwa bei Goldman Sachs auf dem Höhepunkt der Finanzkrise - zum richtigen Zeitpunkt, so seine Bewunderer.

Viel Geld – aber keine Ideen?

Klassische Branchen wie eben Energie oder Logistik versprächen auf viele Jahre stabile Einnahmen, sagt Morningstar-Analyst Greggory Warren. Außerdem könnten die Gewinne hier ideal wieder in das bestehende Geschäft reinvestiert werden. „Das eliminiert einen Teil des Risikos, dass der Nachfolger, wer immer es auch wird, zu viel Bargeld hat und nicht genug gute Ideen dafür.“

Ähnlich sieht es David Rolfe, Investmentchef von Wedgewood Partners aus St. Louis, einem Aktionär von Berkshire Hathaway: „Der Energiesektor scheint der Weg zu sein, um viel Geld zu investieren.“ In zehn Jahren werde die Branche vermutlich den größten Teil in dem bunt gemischten Berkshire-Portfolio ausmachen. Momentan steht die Energie-Tochter MidAmerican erst für rund zehn Prozent des Berkshire-Vorsteuergewinns. Noch dominieren andere Engagements, zum Beispiel im Versicherungsbereich. Das dürfte sich aber ändern.

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„Das Unternehmen wird sogar in Rezessionen Gewinne abwerfen“

Kommentare zu " Bisher ohne Nachfolger: Gibt Buffett noch schnell das letzte Geld aus?"

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  • ... oder Buffet rechnet mit einem sich bescheunigenden Kaufkraftverlust des Dollars.

  • "Gibt Buffett noch schnell das letzte Geld aus?"

    Es wird ihm sicherlich als Grabbeigabe mitgegeben, damit er auch im Jenseits spekulieren kann ;-)

    Aber mal ernsthafter. Wenn jemand Buffett ersetzen koennte, dann waere er genauso erfolgreich wie Buffett und haette wohl seine eigenen erfolgreichen Investitionen. Aber vielleicht macht Buffett wirklich einen Glueckstreffer wie Google mit Eric Schmidt. Dies war eine sehr erfolgreiche Kombination.

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