Börsen-Ausblick: Erholung an den Börsen lässt auf sich warten

Börsen-Ausblick
Erholung an den Börsen lässt auf sich warten

Neue Woche, altes Leid: In der Berichtssaison hagelt es für die Börsianer schlechte Nachrichten. Für eine Gegenbewegung an den Aktienmärkten lässt das wenig Spielraum. Vergangene Woche hatte unter anderem der Softwarekonzern Microsoft mit seinen Zahlen enttäuscht. Anleger hoffen, dass es SAP diese Woche besser macht.

HB FRANKFURT. An den Aktienmärkten ist nach Auffassung von Experten keine Erholung in Sicht. Gespeist wird der Pessimismus durch negative Unternehmensmeldungen. "Die inzwischen in Schwung gekommene Berichtssaison in den Vereinigten Staaten für das Schlussquartal 2008 zeigt weiter ein überwiegend marodes Bild", meinen beispielsweise die Analysten der DZ-Bank. Für Europa seien die Vorzeichen nach schwachen Konjunkturdaten aus dem vierten Quartal ebenfalls schlecht.

Zu den Unternehmen, die vergangene Woche enttäuscht hatten, zählte Microsoft. Der US-Konzern musste auf Grund einer schwächeren Nachfrage erstmals Mitarbeiter entlassen. Auch in den nächsten Tagen bleibt der Softwaresektor im Fokus. So will SAP übermorgen Zahlen für das vergangene Jahr vorlegen, hat jedoch bereits angekündigt, dabei kein Umsatzziel für das laufende Jahr zu nennen. Bereits im Oktober hatten die Deutschen das Ziel für die Gewinnmarge gesenkt. Etwa beruhigter ist der Markt bei der Software AG, die ihr Ergebnis einen Tag vor SAP vorstellen wird. Das Unternehmen hatte schon im Dezember für 2009 ein Umsatzwachstum zwischen vier und acht Prozent bestätigt.

Neuigkeiten werden auch aus dem europäischen Ausland erwartet, etwa am Donnerstag von Swatch zum Umsatz im zweiten Halbjahr. Die Deutsche Bank ist dabei optimistisch: "Die starke Verankerung im Großhandel und die breite geographische Aufstellung von Swatch sollten den generellen Einbruch im Luxussektor etwas abfedern", heißt es in einer Studie. Entsprechend empfehlen die Analysten, die Aktie des schweizerischen Konzerns zu kaufen. Nicht ganz so euphorisch ist die Deutsche Bank beim britischen Pharmariesen Astra-Zeneca, den sie mit "halten" bewertet. Ungünstige Devisenentwicklungen dürften 2008 den Umsatz belastet haben, so die Begründung. Die Bilanz wird für Donnerstag erwartet.

Schon am vergangenen Freitag waren Pharmawerte nach ersten Spekulationen zu einer Übernahme von Wyeth durch Pfizer in den Mittelpunkt gerückt. Beide Aktien legten zu, während sich die Standardwerte an der Wall Street insgesamt gut ein halbes Prozent verloren. Ausgebremst wurden sie durch das schwache Quartalsergebnis von GE. Auch in Europa lagen die meisten Märkte Wochenschluss um die 0,5 Prozent im Minus, stärker verlor der Deutsche Aktienindex (Dax) mit knapp einem Prozent. Größter Dax-Verlierer mit 4,9 Prozent waren die Titel von Infineon nach der Pleite der Tochter Qimonda.

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