Börsenausblick
Mit Aktien ist nicht mehr viel zu holen

Der Dax hat zuletzt an Boden verloren. Experten erwarten, dass dies erst der Anfang einer Korrekturphase ist. Bis zum Jahresende sei nicht mehr viel zu holen für die Investoren, heißt es. Sal. Oppenheim hat dann aber doch einige Aktien parat, die sich Anleger genauer anschauen sollten.

FRANKFURT. Die Zeit der schnellen Gewinne an den Börsen ist vorerst vorbei. Der Deutsche Aktienindex notiert den dritten Tag infolge deutlich im Minus. Von der psychologisch wichtigen Marke von 5000 Punkten hat er sich wieder entfernt und notiert bei 4850 Zählern. Haben die Experten von Sal. Oppenheim Recht, dürfte in den kommenden Monaten nicht viel für Anleger zu holen sein - im Gegenteil. "Wir glauben, dass sich der Dax zum Jahresende zwischen 4500 und 4800 Punkten einpendeln wird", sagt Matthias Jörss, Chefaktienstratege bei der Privatbank. Zwar könne die jetzige Rally den Leitindex in den kommenden Wochen noch bis auf 5500 Punkten tragen, danach aber sei die Luft spätestens raus.

Auch beim Vermögensverwalter Pictet bleibt man vorsichtig. Immerhin beurteilen die Schweizer die Lage nicht mehr ganz so pessimistisch wie noch vor einem halben Jahr. Die großen Barbestände hat Pictet inzwischen aufgelöst und in Aktien und Unternehmensanleihen investiert. "Im März haben wir die Tiefstände an den Börsen gesehen", sagt Chefstratege Alfred Roelli. Die Schwierigkeiten lägen allerdings noch nicht hinter uns, warnt er aber gleichzeitig.

Die Börse hat - wie es so schön heißt - einen Konjunkturaufschwung noch in der zweiten Jahreshälfte bereits eingepreist; Experten befürchten, dass die Investoren dabei etwas zu weit vorgeprescht sind. Denn es wird eine ganze Weile dauern, ehe die Unternehmen ihre Gewinne wieder deutlicher steigern können.

Die Experten von Sal. Oppenheim warnen deshalb vor überzogenen Hoffnungen. "Trotz der jüngsten Erholung - insbesondere an Börsen der Schwellenländer - sind Konjunktur und Kapitalmärkte noch nicht über den Berg", sagt Dieter Pfundt, Gesellschafter der Privatbank. Der operative Ergebniseinbruch der Unternehmen im ersten Quartal dieses Jahres sei historisch ohne Beispiel.

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