Börsengang geplant
New Yorker Terminbörse öffnet sich für Investoren

Das Geschäft der Terminbörsen läuft derzeit glänzend, und das gilt besonders für den weltgrößten Markt für Öl-Futures, die New York Mercantile Exchange (Nymex).

HB NEW YORK. „Der hohe Ölpreis macht uns zu einer wahren Geldmaschine“, sagt Öl-Händler Ed Silliere vom Handelshaus Energy Merchants, der täglich Gebote in den Handelssaal im Süden Manhattans brüllt. Die Nymex steht jedoch vor einem radikalen Wandel. Die bislang als Verein organisierte Börse will sich zu einem gewinnorientierten Unternehmen wandeln und an die Börse gehen. Damit hoffen die Handelsfirmen, denen die Nymex heute gehört, vom Wertzuwachs ihres boomenden Terminmarkts zu profitieren. Als Vorbild dient die Chicago Mercantile Exchange (CME), deren Aktien sich seit ihrem Börsengang im Dezember 2002 mehr als versiebenfacht haben. Auch die dritte große Terminbörse der USA, Chicago Board of Trade, plant derzeit seinen Börsengang.

Am Donnerstag nächster Woche will der Nymex-Aufsichtsrat die Mitglieder informieren und eine Empfehlung abgeben, gestern traf er sich bereits zu einer Sitzung. Neben einem Börsengang besteht auch die Option eines vorherigen Teilverkaufs an Investoren. So käme schneller frisches Geld für Investitionen in die Kasse.

Steigende Rohstoffpreise und das Interesse von immer mehr Investoren sorgen für den Boom bei Terminkontrakten (Futures) und Optionen. 2004 wurden solche Finanzinstrumente mit einem Basiswert von insgesamt 1,144 Trillionen Dollar gehandelt, wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ermittelte. Das waren fast ein Drittel mehr als im Vorjahr. Futures sichern eine Leistung in der Zukunft – zum Beispiel die Lieferung von 1000 Barrel Rohöl in drei Monaten zu einem heute festgelegten Preis. Optionen geben dem Käufer die Wahl, ob er die Leistung in Anspruch nimmt.

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