Bundesbank: Die Zahl der „Blüten“ ist gesunken

Bundesbank
Die Zahl der „Blüten“ ist gesunken

Die Bundesbank hat im vergangenen Jahr rund 39.000 gefälschte Euro-Banknoten registriert. Damit ist die Falschgeldmenge im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Ein Grund: Fälschungen sind oft leicht zu erkennen.
  • 5

FrankfurtDie Zahl der Fälschungen sind gegenüber 2010 deutlich gesunken. Im vergangenen Jahr wurden nur rund 39.000 gefälschte Euro-Banknotren registriert. 2010 waren noch circa 60.000 falsche Scheine entdeckt worden, teilte die Bundesbank am Montag in Frankfurt am Main mit. Rein rechnerisch entfielen damit im vergangenen Jahr auf 10.000 Einwohner etwa fünf falsche Banknoten, im Jahr 2010 waren es noch sieben. Der durch Falschnoten verursachte Schaden hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 3,4 auf 2,1 Millionen Euro reduziert.

„Das Risiko, mit Falschgeld in Berührung zu kommen, ist in Deutschland sehr gering“, sagte Carl-Ludwig Thiele, der im Vorstand der Deutschen Bundesbank für Bargeld zuständig ist. Der durch Fälschungen verursachte Schaden habe sich im Vergleich zum Jahr 2010 von 3,4 Millionen auf 2,1 Millionen Euro reduziert. „Zurückzuführen sind die niedrigen Falschgeldzahlen auf eine effiziente Polizeiarbeit im In- und Ausland und die Maßnahmen der Bundesbank zur Falschgeldprävention“, so Thiele weiter.

Besonders stark gingen im Jahr 2011 die Fälschungen der 50 Euro-Note zurück. Deren Zahl hat sich mehr als halbiert. Gegen den Trend wurden 20 Euro-Noten häufiger gefälscht (+ 10 %). Ihr Anteil liegt nun fast gleichauf mit den Fälschungen der 50 Euro-Note.

Auch die Zahl der gefälschten Münzen geht zurück. Im Jahr 2011 wurden rund 52.700 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. Im Vorjahr waren noch rund 67.400 falsche Münzen registriert worden. Damit entfallen in Deutschland rund sechs falsche Münzen auf 10.000 Einwohner pro Jahr. Am häufigsten wurden falsche 2-Euro-Münzen entdeckt (39.507 Stück - 75 Prozent der falschen Münzen).

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

Kommentare zu " Bundesbank: Die Zahl der „Blüten“ ist gesunken"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ist das wirklich eine Nachricht wert?
    Die EZB druckt ohne dazu nach ihrer Satzung
    berechtigt zu sein hunderte Milliarden
    unserer Euro zum Ankauf von Staatsanleihen.
    Geld, daß sie zu einem großen Teil nicht
    wiedersehen wird
    Geld, mit dem sich andere aber genauso etwas kaufen
    können, wie ich mit meinem sauer verdienten Geld.

    Da sind mir die paar Blüten der Falschmünzer
    aber wesentlich lieber, als die Blüten der EZB.

  • wer will schon falschgeld fälschen...

  • Spricht das möglicherweise für den Vertrauensverlust gegenüber dem Euro ? Die Fälscher verlagern sich evtl. in Währungen, in deren Bestand sie mehr Vertrauen haben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%