CAMC-Börsengang
China im Emissionsfieber

Der erste Börsengang an den so genannten chinesischen Festlandbörsen Shenzen und Schanghai nach mehr als einem Jahr Pause hat unter den Investoren eine enorme Nachfrage ausgelöst.

PEKING. Allein 1,14 Millionen chinesische Privatanleger hätten Aktien des Bauunternehmens CAMC Engineering geordert, teilte Konsortialführer Guosen Securities, mit. Die Aktie, deren Handel am 19. Juni an der Börse in Shenzen starten soll, ist damit 576-fach überzeichnet. Per Los soll nun entschieden werden, wer den Zuschlag bekommt.

Mit Blick auf die CAMC-Aktie „drehen die Anleger völlig durch“, meint Analyst Luo Guo aus Schanghai. Er hält es für möglich, dass die Aktie am ersten Handelstag um mehr als 60 Prozent zulegen kann.

CAMC, ein Bauunternehmen für landwirtschaftliche Projekte, wird 60 Mill. Aktien zum Preis von 7,40 Yuan ausgeben. Das entspricht knapp einem Drittel des gesamten Firmenkapitals. Allein die Privatanleger zeichneten bis Freitag 27,6 Milliarden Aktien, institutionelle Investoren fragten 1,3 Milliarden nach.

CAMC ist der erste Börsengang, seitdem die chinesische Aufsichtsbehörde Mitte Mai den Stopp für Neuemissionen aufgehoben hat. Die zwölfmonatige Pause war den Plätzen Schanghai und Shenzen verordnet worden, um notwendige Finanzmarktreformen umzusetzen.

Zudem sollten Chinas Konzerne stärker auf das Parkett der Sonderverwaltungszone Hongkong gehen. Dort machen chinesische Firmen bereits 40 Prozent der Marktkapitalisierung und die Hälfte des tägliche Handels aus.

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