Chronologie
Die Geschichte der Frankfurter Wertpapierbörse

Am 9. September 2010 feiert die Frankfurter Wertpapierbörse ihr 425jähriges Bestehen. Im kurzen Überblick: Die wichtigsten Stationen ihrer Geschichte.
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1585: Am 9. September legen Frankfurter Kaufleute einheitliche Wechselkurse für Münzen fest. Ihre Zusammenkunft gilt als Geburtsstunde der Frankfurter Börse.

1605: Erste Verwendung des Namens "Burs", also "Börse", für die Versammlung der Kaufleute.

1642: Das erste gedruckte Kursblatt für Wechselkurse erscheint.

1694: Die Börsenversammlung zieht ins Haus "Großer Braunfels" am Liebfrauenberg.

1721: Aus diesem Jahr stammt der älteste erhaltene Kurszettel. Er führt 16 Wechselkurse auf.

1808: Gründung der Handelskammer. Sie ist von nun an die Trägerin der Börse. Die Börsenversammlung wird ein Ausschuss der Kammer.

1820: Die erste Aktie wird in Frankfurt notiert. Gehandelt werden Anteile der Österreichischen Nationalbank.

1843: Am 11. Dezember bezieht die Börse ein neues Gebäude in unmittelbarer Nähe der Paulskirche.

1854: Nach Vorbild der Pariser Börse wird der Börsensaal ein geschlossener, nur Maklern zugänglicher Raum. Das Parkett entsteht.

1879: Umzug in das neue Börsengebäude am Rahmhof, dem heutigen Börsenplatz.

1914: Bis Ende des Ersten Weltkriegs verschwinden alle ausländischen Wertpapiere von den deutschen Kurszetteln, wodurch Frankfurt seine Geltung als internationale Wertpapierbörse verliert.

1945: Die Frankfurter Wertpapierbörse nimmt den nichtamtlichen Handel wieder auf. Der amtliche Handel wird erst 1949 erneut eröffnet.

1969: Am 1. Februar beginnt das digitale Zeitalter an der Frankfurter Wertpapierbörse: Ab jetzt können Makler ihre Börsengeschäfte über Datenstationen erfassen und elektronisch weiterverarbeiten.

1988: Am 1. Juli startet der Deutsche Aktienindex Dax.

1992: Am 11. Dezember wird die Frankfurter Wertpapierbörse AG in Deutsche Börse AG umbenannt.

1997: Am 28. November startet das elektronische Handelssystem Xetra.

2001: Am 5. Februar geht die Deutsche Börse AG an die Börse.

2010: Die Deutsche Börse AG bezieht ihre neue Konzernzentrale im nahen Eschborn, Sitz der Gesellschaft bleibt jedoch weiterhin Frankfurt.

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