Comeback der US-Börsen: Wall-Street-Ausblick: Hoffen auf weitere Zinssenkung

Comeback der US-Börsen
Wall-Street-Ausblick: Hoffen auf weitere Zinssenkung

Nach einem deprimierenden Jahresauftakt hoffen die Händler in New York in der kommenden Woche auf ein Comeback der US-Börsen. Eine Fülle von Daten und Ereignissen könnte dazu Gelegenheit bieten: Erwartet werden eine weitere Zinssenkung der Fed, eine Reihe von Konjunkturdaten wie Arbeitsmarktzahlen und viele Quartalsergebnisse großer Konzerne.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag um 1,38 Prozent im Minus bei 12 207 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,59 Prozent auf 1330 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 1,47 Prozent auf 2326 Punkte. Auf Wochensicht gewann der Dow 0,9 Prozent und der S&P 0,4 Prozent. Die Nasdaq verlor dagegen 0,6 Prozent.

Händler gingen davon aus, dass die Fed ihren wichtigsten Zins um 50 Basispunkte auf dann 3,00 Prozent senken wird. Am Dienstag hatte sie schon einen Rückgang von 75 Basispunkten veranlasst. Dieser Schritt war nicht nur wegen seiner Größenordnung bemerkenswert, sondern auch weil er außerhalb der normalen Sitzungsperiode getroffen wurde. Wichtig werde auch der genau Wortlaut der Fed-Erklärung sein, sagte John Praveen von Prudential International Investments Advisers. Sollte eine weitere Zinssenkung angedeutet werden, würde dies die Märkte fröhlich stimmen.

Frohe Kunde erhoffen sich die Händler auch vom Freitag, wenn Arbeitsmarkt-Daten vorgelegt werden. Nach dem Bericht für Dezember waren nur 18 000 neue Stellen geschaffen worden und die Arbeitslosenquote auf 5,0 von 4,7 Prozent gestiegen. Von Reuters befragte Analysten erwarten vom Januarbericht nun einen Anstieg von 63 000 Stellen und eine unveränderte Quote. "Wenn er zeigt, dass der Dezemberbericht ein Ausreißer war, kann könnte das den Aktienmarkt wirklich stärken", sagte David Joy von RiverSource Investments.

Dämpfend könnten sich allerdings die weiteren Unternehmensergebnisse auswirken. Nach etwa einem Drittel der Earnings Season liegen die Gewinne je Aktie nach Reuters- Berechnungen im Schnitt etwa ein Viertel niedriger als von Analysten erwartet. Im vergangenen Jahr hatten sie die Erwartungen noch um drei Prozent übertroffen. In der kommenden Woche stehen unter anderem Zahlen von American Express, McDonalds, Boeing, Procter&Gamble sowie des US-Pharmakonzerns Merck an.

Ein Ereignis dürfte in dieser Woche deutlich mehr Aufmerksamkeit der Händler auf sich ziehen als sonst: Die Rede von Präsident George W. Bush zur Lage der Nation am Montag. Die amerikanische Regierung hatte sich am Donnerstag mit dem Kongress auf ein Hilfspaket in Höhe von 150 Mrd. Dollar geeinigt.

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