Computeranalyse
Olympus-Aktie drohen Turbulenzen

Viele Analysten sind seit kurzem wieder positiver gegenüber Aktien gestimmt. Die Computermodelle, anhand derer quantitative Analysten ihre Empfehlungen treffen, zeigen jedoch noch immer mehr negative als positive "Ausreißer" für die kommenden Wochen: Besonders Titel aus den USA und Japan stehen demnach vor starken Schwankungen.

FRANKFURT. Viele Analysten sind seit kurzem wieder positiver gegenüber Aktien gestimmt. Die Computermodelle, anhand derer quantitative Analysten ihre Empfehlungen treffen, zeigen jedoch noch immer mehr negative als positive "Ausreißer" für die kommenden Wochen. "Insgesamt sind uns viele zyklische Werte aufgefallen, was bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht verwunderlich ist", sagt Alexander Uhlmann, Portfoliomanager bei der auf diese Analyseform spezialisierten Fondsgesellschaft Invesco.

Deren Aktien-Seismograf analysiert anhand der drei kurzfristigen Kennziffern Trendumkehr, Gewinnrevisionen und Dynamik und der drei langfristigen Indikatoren externe Finanzierung, erwartete Rendite und relative Stärke die Wahrscheinlichkeit, dass eine Aktie in den kommenden Wochen starke Kursausschläge zeigt. Analysiert werden dabei 3 000 Titel weltweit. Ergeben sich in mindestens drei der sechs Kriterien Auffälligkeiten, erscheint eine Aktie auf der Auswahlliste.

Im extrem turbulenten Börsenjahr 2008 hat sich dieser Computer-Ansatz bewährt. Bereits im Frühjahr waren - rechtzeitig vor dem großen Absturz - viele Finanz- und Rohstoffwerte auffällig. Auf der neuen Liste sind es vor allem Werte aus Asien und den USA, die demnächst mit hohen Schwankungen aufwarten dürften. Zum ersten Mal sind mit Mazda und Isuzu auch zwei japanische Automobilwerte in diesem Kreis vertreten. Zumindest erstere sind auch hierzulande bestens bekannt. Der Mazda-Chart zeigte im vergangenen Herbst einen massiven Einbruch, seit dem Tief Anfang März hatte die Aktie indes mehr als 50 Prozent an Wert gewonnen. Damit könnte es schon bald wieder zu Ende sein, zeigen doch kurzfristig die Dynamik der Gewinnrevision und die Trendumkehr negative Vorzeichen, auf lange Sicht verheißt die erwartete Gewinnrendite nichts Gutes.

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