Das Börsensegment Alternext richtet sich an kleine und mittelgroße Unternehmen
Paris fördert Alternext mit Steuerkick

Der französische Fi-nanzminister Thierry Breton will mit Steuervergünstigungen der neuen Mittelstandsbörse „Alternext“ des Börsenbetreibers Euronext zum Durchbruch verhelfen.

ali PARIS. Am Montag kündigte Breton an, dass Privatpersonen 25 Prozent der Gelder, die sie in einen Börsengang eines Unternehmens investieren, das von einem Fonds oder Einzelpersonen kontrolliert wird, von ihrer Steuerschuld abziehen können. Da Alternext vor allem Unternehmen aus dem Besitz von Private-Equity-Fonds oder von Gründerfamilien aufnehmen soll, zielt diese Maßnahme auf Investoren des neuen Börsensegments, das vor einem Monat gestartet ist. An Altrente sind derzeit drei Unternehmen gelistet, drei weitere sollen in Kürze folgen.

Des weiteren kündigte Breton an, dass Gesellschaften, die via Alternext eine Unternehmensbeteiligung verkaufen, den Buchgewinn komplett steuerfrei einstreichen können. Anders als in Deutschland sind derzeit in Frankreich Beteiligungsverkäufe durch Unternehmen noch steuerpflichtig. Schrittweise sollen sie aber steuerfrei gestellt werden: 2005 sind die Gewinne aus Beteiligungsverkäufen noch zu 15 Prozent steuerpflichtig; 2006 zu acht Prozent und 2007 werden sie steuerfrei gestellt. Für Alternext gilt aber die Steuerfreiheit für Beteiligungsverkäufe sofort.

Das Börsensegment Alternext richtet sich an kleine und mittelgroße Unternehmen, die oft Probleme haben, ihr Wachstum zu finanzieren. Um ihnen den Gang auf das Börsenparkett zu erleichtern, sieht Alternext Erleichterungen bei den Vorschriften vor – so sind IFRS-Bilanzen und Quartalsberichte keine Pflicht. Alternext ist von dem erfolgreichen Londoner Vorbild Alternative Investment Market (AIM) inspiriert.

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