Der österreichische Zulieferer für den Motorsport will zu alter Ertragskraft zurückkehren
Analysten sehen bei Pankl langfristig wieder Potenzial

Das Signal, auf das die Aktionäre von Pankl Racing Systems in dieser Woche gewartet haben, hieß „back to profit“. Was an der Börse zu einem kurzfristigen Kurssprung führte, sehen Analysten jedoch nur als ersten Schritt hin zu einer langfristigen Wachstumsstory.

FRANKFURT/M. Mit ihren am Dienstag vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal bestätigte der österreichische Zulieferer von Motor- und Antriebskomponenten für den Motorsport und die Luftfahrt dieses selbst gesteckte Ziel und schreibt damit nach neun Monaten in den roten Zahlen wieder Gewinne.

Ralf Burchert von der österreichischen Ersten Bank stuft die Pankl-Aktie genauso wie sein Kollege Peter Bauernfried von der Bank Austria weiterhin mit „Halten“ ein. Quintessenz: Die Zahlen für das erste Halbjahr waren nicht überraschend, sie dokumentieren jedoch, dass die Prognosen für das Gesamtjahr (30.9.) gut zu erreichen sind. Da will Pankl seinen Umsatz, der im Vorjahr bei 66,4 Mill. Euro lag, um fünf bis zehn Prozent steigern. Gleichzeitig soll wieder ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreicht werden, nachdem an dieser Stelle zuletzt ein Verlust von 3,7 Mill. Euro stand. Die Verbesserung der Ergebnissituation hat nach Aussage von Unternehmenschef Ernst Wustinger zumindest in diesem Jahr noch Priorität.

Ab dem kommenden Geschäftsjahr will Pankl auch beim Umsatz deutlicher zulegen. Dafür werden in diesem Jahr bis zu 5,4 Mill. Euro in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert, die sich in den Folgejahren auszahlen sollen. So bietet Pankl künftig im Motorsport nicht nur Komponenten für Motor und Antrieb an, sondern auch den kompletten Auspuff. Zudem wird für die Rennserie Formel 3 ab der kommenden Saison erstmals ein komplettes Getriebe produziert, das rund 3,5 kg leichter ist als bisher eingesetzte Modell. Ab der Saison 2007 soll dessen weitere Fortentwicklung dann auch in die Königsklasse, die Formel 1, Einzug halten.

Aber auch im traditionellen Geschäfts geht es aufwärts. „Bei Antriebs- und Motorensystemen ist bereits im laufenden Jahr eine steigende Nachfrage aus Formel 1, der DTM, den Rallye-Serien und insbesondere der US-Rennserie Nascar spürbar gewesen“, sagt Wustinger.

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