Deregistrierung
Altana zieht sich von US-Börse zurück

Mit der Altana AG hat sich der zweite deutsche Konzern von der US-Börse verabschiedet. Bereits seit Montag, dem 21. Mai, ist das Bad Homburger Unternehmen nicht mehr in den USA notiert, wie Altana dem Handelsblatt bestätigte.

DÜSSELDORF. Die Aktien würden in den USA nur noch außerbörslich gehandelt. Die offizielle Deregistrierung Altanas müsse aber noch erfolgen. Altana hatte diesen Schritt angekündigt, aber keinen Termin genannt.

Altana begründet seinen Abschied mit dem hohen Aufwand, der in keinem Verhältnis zu den Vorteilen eines US-Listings stehe. Das Unternehmen beziffert die künftig entfallenden Kosten auf zwei bis drei Millionen Euro. Als nachteilig wird außer den Kosten auch empfunden, dass die von der US-Börsenaufsicht SEC geforderte hohe Transparenz Nachteile gegenüber Wettbewerbern bringe.

Vergangene Woche hatte der Graphithersteller SGL Carbon zum 25. Juni seinen Rückzug von der US-Börse bekannt gegeben, 16 andere deutsche Konzerne sind noch in New York notiert. Die SEC hat für den 4. Juni neue Regeln zur Deregistrierung von nicht-amerikanischen Unternehmen angekündigt. Danach muss der US-Anteil am täglichen Aktienhandel eines Unternehmens unter fünf Prozent fallen, um sich aus den USA zurückziehen zu können.

Dieter Fockenbrock
Dieter Fockenbrock
Handelsblatt / Chefkorrespondent
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