Derivate-Tagung in Interlaken
Eurex sieht große Chancen im Stromhandel

Die deutsch/schweizerische Terminbörse Eurex sieht großes Wachstumspotenzial im Rohstoffgeschäft und denkt über einen stärkeren Einstieg in diesen Markt nach. Derzeit hält Europas größte Derivatebörse 34,7 Prozent an der European Energy Exchange. Mit der Leipziger Strom- und Klimabörse ist sie zudem eine Kooperation bei CO2-Emissionsrechten eingegangen.

INTERLAKEN. Eurex-Vertreter zeigen sich enttäuscht darüber, dass sie ihre Beteiligung an der European Energy Exchange (EEX) nicht stärker aufstocken konnten, als der bisherige Großaktionär Nord Pool in Oslo seine Beteiligung verkauft hatte. Sowohl die Eurex als auch andere EEX-Aktionäre hatten von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht.

Die vom Eurex-Management angestrebte Aufstockung der Beteiligung auf 38 Prozent schlug indes fehl, weil auch andere EEX-Aktionäre ihre Beteiligung aufstockten. So die LBBW in Stuttgart, die 22,64 Prozent an der EEX hält. In Börsenkreisen hält man einen Verkauf dieser Beteiligung für möglich. „Der Stromhandel ist kein Kerngeschäft von Landesbanken“, hieß es. Auf Anfrage machte die Stuttgarter Bank indes deutlich, dass sie kein Interesse an einem Verkauf ihrer Anteile habe. Aus Kreisen der deutschen Energiewirtschaft ist zu hören, dass die Eurex mit weiteren EEX-Aktionären über die Übernahme von deren Beteiligungen spricht.

Vertreter der Eurex betonten auf Europas größter Derivate-Tagung in Interlaken ausdrücklich ihr Interesse an einer Ausweitung des Rohstoffsektors. Dabei seien auch Kooperationen mit anderen Energiebörsen denkbar. „Wir werden schon bald neue Nachrichten veröffentlichen“, hieß es von Seiten der Eurex. Bekanntlich hat die Terminbörse im Dezember 2007 mit der slowenischen Börse Borzen kooperiert und South Pool – eine Strombörse für die Region Südosteuropa – gegründet. Daneben bewirbt sich die Eurex im Konsortium mit der EEX und deren französischem Partner Powernext um die Lizenz für eine britische Strombörse.

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