Deutsche Börse: Börsenchef sieht Markt-Schwankungen gelassen

Deutsche Börse
Börsenchef sieht Markt-Schwankungen gelassen

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten seien kein Grund zur Verunsicherung, sagt Carsten Kengeter, Chef der Deutschen Börse. Die Rahmenbedingungen seien für die Wirtschaft günstig – das verdankt er auch einem seiner Gäste.

FrankfurtEigentlich will Carsten Kengeter keine Marktprognosen abgeben – aber so ganz kann sich der Chef der Deutschen Börse dann doch nicht zurückhalten. „Meine persönliche Meinung ist, dass sich in den Schwankungen der Kurse an den Börsen derzeit ein Nachlassen der Wirtschaftsdynamik in manchen Regionen der Welt widerspiegelt“, sagte Kengeter am Montagabend auf dem Jahresempfang des Börsenkonzerns in Eschborn. So entwickle sich die Wirtschaft in den USA anscheinend positiv, auch halte die Niedrigzinsphase an. Dass es trotzdem zu Schwankungen an den Märkten komme, „muss uns hellhörig machen. Aber es darf uns nicht verunsichern“, so Kengeter weiter.

Als Gastredner für den Neujahrsempfang hatte die Börse den EZB-Chef Mario Draghi geladen – und bei dem bedankte Börsen-Aufsichtsratschef Joachim Faber sich für die gute Arbeit der Notenbank. „Die Europäische Zentralbank hat sich in den vergangenen Jahren wie nur wenige andere Institutionen um die europäische Wirtschaft verdient gemacht“, sagte Faber.

Von der Politik des EZB-Chefs profitiert die Deutsche Börse auch ganz unmittelbar. Denn die Notenbank hat die Zinsen auf ein Rekordtief gesenkt, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. „Wir im Finanzsektor sollten das Niedrigzinsumfeld als Chance betrachten, um Investitionen zu tätigen“, sagte Börsenchef Kengeter. Der Konzern habe etwa die Zukäufe des Indexanbieters Stoxx und der Devisenplattform 360T dank der niedrigen Zinsen sehr kostengünstig finanzieren können. Unternehmen hätten die Chance, "neue Geschäftsmodelle zu unterstützen und auf diese Weise eine neue Unternehmerkultur zu fördern“, sagte Kengeter.

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