Deutscher Börse und Schweizer Börse
Neue Derivateplattform startet ohne Namen

Das Gemeinschaftsunternehmen von Deutscher Börse und Schweizer Börse (SWX) für strukturierte Produkte hat drei Tage vor seinem Start einen Dämpfer erhalten. Wie die beiden Unternehmen am Donnerstag überraschend mitteilten, wurde der Name „Alex“ für die Derivateplattform verworfen, um mögliche Markenrechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

rad FRANKFURT. „Wir wollen eine europaweite Börse schaffen, deren Name unverwechselbar ist – das war bei Alex nicht der Fall“, sagte ein Sprecher der Deutschen Börse dem Handelsblatt. Man werde jetzt „mit Hochdruck“ nach einem neuen Namen suchen. Bis dahin wird die neue Gesellschaft mit verschiedenen Namen operieren: „Smart Trading“ in Frankfurt und „SWX Quotematch“ in Zürich.

Trotz der Wirren um den Namen steht der Zeitplan für das Joint-Venture nicht zur Debatte. Am 1. Januar werde die Holding mit Sitz in Luxemburg den Betrieb aufnehmen, bestätigte der Sprecher. Die neue Gesellschaft übernimmt das Geschäft mit Warrants und strukturierten Produkten der SWX und wird Teilträger des Optionsschein- und Zertifikatehandels an der Frankfurter Börse. In den kommenden Jahren soll das Joint-Venture schrittweise vertieft werden, Mitte 2009 wird der Handel schließlich auf der Frankfurter Xetra-Plattform zusammengeführt.

Mit der gemeinsamen Plattform wollen Deutsche Börse und SWX ihre Stellung im boomenden Derivatesegment verbessern. Im November wurden an deutschen Börsen 12,5 Mrd. Euro mit Zertifikaten und Hebelprodukten umgesetzt – 84 Prozent mehr als im November 2005. Klarer Marktführer im Derivatehandel ist bisher die Euwax, eine Tochtergesellschaft der Stuttgarter Börse. Auf sie entfallen mehrt als 70 Prozent der Umsätze. Erklärtes Ziel von SWX und Deutscher Börse ist es, die Euwax vom Thron zu stoßen und „Europas führende Börse für strukturierte Produkte zu werden“.

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