Die Rückkehr der Zocker
Als hätte es die Finanzkrise nie gegeben

Sie galten als „Vernichtungswaffen“ und „Teufelszeug“ – CDOs oder CLOs. Strukturierte Wertpapiere, die die Welt beinahe in den Abgrund getrieben hätten. Nur vier Jahre nach der Lehman-Pleite sind sie wieder gefragt.
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New York, DüsseldorfWie gut - oder besser: wie schlecht - das Gedächtnis der Investoren ist, lässt sich in den USA bestaunen. Dort, wo die große Krise dieses Jahrtausends ihren Anfang nahm. Man möchte fast meinen, die Investoren hätten nichts gelernt aus den Fehlern der Vergangenheit, aber der Reihe nach. Bevor die große Krise im Jahr 2007 losbrach, hatten Banken in großem Stile Immobilien-Kredite an Kleinsparer vergeben. Das Problem dabei war, die meisten Schuldner konnten sich das eigene Häuschen eigentlich gar nicht leisten. Den Banken war das egal. Sie witterten das große Geschäft.

Die Kredite wiederum wurden zu Tausenden gebündelt und zu Derivaten, zu abgeleiteten Wertpapieren zusammengepackt. Verbrieft, wie es die Profis nannten. Und dann verkauft, vorzugsweise an institutionelle Investoren. An andere Banken oder Versicherer. Die Ratingagenturen vergaben ihr Gütesiegel AAA, weil das Risiko der verbrieften Papiere angeblich keines gewesen sei. Schließlich hatten die Derivate-Bastler der Banken eine Vielzahl einzelner Hypotheken zusammengepackt. Viele Einzelteile minderten das Risiko des Ganzen, so die Theorie. Und wenn dann tatsächlich mal der ein oder andere Kredit platzte - halb so wild.

Tatsächlich platzten eine ganze Reihe von Krediten, als der Boom auf dem Immobilienmarkt in den USA endete und die Preise kräftig fielen. Aus den Papieren mit Gütesiegel wurden über Nacht Ramschanleihen, die niemand mehr haben wollte. Toxische Papiere, die die Bilanzen riesiger Finanzkonzerne verseuchten. So wie die der einst stolzen Investmentbank Lehman Brothers, die am 15. September 2008 zusammenbrach.

Seither gelten dergleichen Wertpapiere, Collateralized Debt Obligations (CDO) beispielsweise und die mit ihnen verwandten Collateralized Loan Obligations (CLO), als Teufelsszeug. Warren Buffett, der weltbekannte Investor aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska nannte die Wertpapiere gar Massenvernichtungswaffen.

Der miese Ruf dieser Derivate scheint die Investoren allerdings nicht länger zu scheren. Nachdem in den vergangenen Jahren niemand die Papiere haben wollte, sieht die Sache mittlerweile ganz anders aus. Auf der Jagd nach Rendite rücken die Kreditverbriefungen bei Investoren wieder verstärkt in den Fokus.

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  • Derivate sind an sich nicht neu. Sie nahmen nur überhand, seit zuviel Liqidität die Märkte überschwemmt, Greenspan und Bernanke sei's gedankt. Und daran wird sich wenig ändern, Kontrolle hin oder her, solange diesr Zustand anhält.

  • es gibt ja derivate mit nur 2 BILLIARDEN Dollar, wo das zocken Standart,und der Gau vorprogramiert ist. wie schön.

  • Lieber otto67890. Dein Anlagepech tut mir Leid.

    (1) Die Telekomaktien haben mit diesen lustigen Abkürzungen (CDO usw.) Nix/Null am Hut. Der deutsche Staat hat Dir und vielen anderen die Telekom ziemlich teuer verkauft (Als schlcheter Trost: Damals hat die BRD dadurch fast einen ausgeglichen Haushalt geschafft. Noch ein schlechter Trost: Du bist nicht der einzige der in der DotCom Blase Geld verpulvert hat)

    (2) Dir "Deka Chance" Fonds ist so einen Funds-of-Funds Wundertüte (vor allem Aktien), wo alles mögliche Drin sein kann. Solche Fonds-of-Fondsstrukturen sind einfach nur sehr teuer (Überlege mal, in jeder Ebene wird eine Fee abgegriffen). Selbst dieses "Diversifikation"-argument, was damals höchstwahrscheinlich der Anlageberater anführte, ist i.d.R. vollkommener Quatsch.


    Nunja "Tipps".
    - Wahrscheinlich sind Aktien nichts mehr für dein Nervenkostüm. Irgendwann hat man ja auch die Schauze voll vom Thrill. Also "Renten" (später mehr)
    - Vermeide unnötige Gebühren. Nun da bleiben nur ETFs (Die sind alle schön OGAW, d.h. besichert)
    - Liquidität. Sprich du musst das Zeug ohne große Aufgabeaufschläge (oder Bid-Ask Spanne) verkaufen können (Checke ob Börsenhandel stattfindet und Eigenhandel Quotes stellt).

    Renten-ETFs:
    - Sovereign/Government: Vergiss es! Minizinsen. Da kannst du die Kohle aufs Tagegeld legen. Schwachsinnig.
    - Corporates/Financial: Neee lass mal. Branche unter sehr hoher regulatorischer Unsicherheit. Zu viel Thrill.
    - Corporates (Allgemein): Risikoaufschläge in letzter Zeit stark gesunken. Obwohl Daten zu Europäische Corporates schlechtes Wetter verheißen. Du würdest dich jetzt zu teuer einkaufen, und wenn du Pech hast einen Hit abkriegen (Corps haben immer Vola). Beobachten.
    - Inflation-Indexed: Hört sich immer toll an. Aber auch hier wärst du zu spät. Abwarten.
    - Covered Bonds: Das sind Pfandbrief-Indizies. Vola ist nicht so hoch (Aber Bondpreis-Regel gilt). Ich denke 5-jährige wären für dich gut

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