Dreifacher Verfallstag
Börsianer erwarten turbulenten Hexensabbat

Turbulent wie selten zuvor wird der morgige Freitag an den deutschen Aktienmärkten. Der Grund: Beim sogenannten Hexensabbat verfallen Optionen und Terminkontrakte auf Einzelaktien und große Indizes wie den Dax und den Euro Stoxx 50. Börsianer stellen sich dieses Mal auf besonders volatile Kursbewegungen ein. Alle Welt schaut auf Porsche und VW. Aber auch andere Werte könnten heftig ins Schwanken kommen.

FRANKFURT. An diesem Handelstag sind die Umsätze daher extrem hoch. Vor dem Hintergrund, dass sich die Märkte zuletzt ohnehin nicht mehr in bester Verfassung gezeigt haben und die meisten Indizes kontinuierlich verloren haben, kommt dem Hexensabbat diesmal eine besondere Bedeutung zu. „Anleger sollten diesen Tag genau im Blick haben“, raten die Experten des Brokerhauses Close Brothers Seydler.

Speziell die Wetten auf die Indizes, die auf drei Monate abgeschlossen wurden und die im März begannen, als beispielsweise der Dax gerade erst seinen Tiefpunkt hinter sich gelassen hatte, könnten in den Minuten vor dem Verfall zu heftigen Kursausschlägen führen. Börsianer stellen sich jedenfalls auf einen turbulenten Handel ein, weil kurz vor zwölf Uhr bei den Stoxx-Indizes und kurz vor 13 Uhr beim Dax viele Optionshalter versuchen werden, den Index in die von ihnen gewünschte Richtung zu ziehen.

In welche Richtung es dabei genau geht, lässt sich selbst bei genauerer Betrachtung der aktuellen Aktienindexstatistik für den Dax an der Terminbörse Eurex schwer vorhersagen. Die meisten Kaufoptionen („Call“) bewegen sich derzeit im Bereich von 4 900 und 5 050 Punkten. Damit es für deren Besitzer Sinn machen würde, diese auszuüben, müsste der Dax über diesem Niveau stehen, was er gestern mit rund 4 820 Punkten nicht tat. Ähnlich ist die Situation derzeit bei den Verkaufsoptionen („Put“). Heftige Schwankungen könnten deshalb an der Tagesordnung sein.

Bei den Einzelwerten stehen bei den Börsianern zwar Porsche und Volkswagen im Blickpunkt, hat sich doch der verschuldete Porsche-Konzern mit Optionen auf die VW-Stammaktie eingedeckt. Eine weitaus höhere Zahl an Kauf- und Verkaufskontrakten als bei VW stehen jedoch bei BASF, Bayer, der Deutschen Bank, Eon, der Münchener Rück, SAP und Siemens an. Bei der Deutschen Telekom und der Allianz ist die Anzahl der Kontrakte gar zehnmal so groß wie bei VW.

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