DWP übernimmt TxB
Wertpapierabwickler fusionieren

Im Kampf um Kostensenkungen in der Bankenbranche zeichnet sich die Fusion der Wertpapierabwickler DWP und TxB ab. Wie aus Finanzkreisen bekannt wurde, wird die DWP zum 1. Januar 2007 die TxB übernehmen.

HB FRANKFURT. „Die Anteilseigner haben sich Ende letzter Woche geeinigt, es fehlt nur noch der formale Beschluss der Vorstände“, hieß es in Finanzkreisen. Den Informationen zufolge wird die DWP zum 1. Januar 2007 die TxB übernehmen. Deren Gesellschafter BayernLB, Helaba und HSH Nordbank sollen zehn Prozent an der DWP erhalten, die von Sparkassen und Genossenschaftsbanken kontrolliert wird. Eine formale Entscheidung sei bis Ende nächster Woche zu erwarten, hieß es. Keiner der Beteiligten wollte sich offiziell äußern.

Wichtig ist die Fusion mit Blick auf die Auslagerung von standardisierbaren Geschäft in der Bankenbranche. In diesem Fall geht es um die Verwaltung von Wertpapierdepots. Die DWP überwacht 7,6 Millionen Depots von 200 Sparkassen, vier Landesbanken, den Genossenschaftsbanken, der Postbank und der Dresdner Bank. Auf den Computern der deutlich kleineren TxB werden 1,8 Millionen Konten von ebenfalls rund 200 Sparkassen und weiteren vier Landesbanken geführt.

Aber auch an anderer Stelle denken die Banken über eine Zusammenlegung von nicht wettbewerbsrelevanten Geschäftsteilen nach. So wird seit Jahren über die Auslagerung der Kreditbearbeitung an Dritte diskutiert. Bislang scheiterte dies an hohen IT-Kosten sowie der Furcht, am Dienstleister beteiligte Wettbewerber könnten Einsicht in sensible Daten gewinnen. Experten rechnen damit, dass eine erfolgreiche Zusammenlegung der Depotverwaltung von Sparkassen und Genossenschaftsbanken und einigen privaten Instituten solche Ängste beseitigen könnte.

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