Einhorn zu Tech-Aktien
„Grundsätzlich sind wir bullish"

Noch vor zwei Wochen prophezeite Hedgefonds-Manager David Einhorn die nächste Technologie-Blase. Nun rudert er zurück und sagt, dass er vielen Tech-Werten positiv gegenüber stehe. Wogegen er wettet, verrät er nicht.
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New YorkDavid Einhorn - der Hedgefonds- Manager, der vor zwei Wochen vor einer Blase bei Technologie- Aktien warnte rudert nun zurück. Er sei mit Blick auf die Branche grundsätzlich optimistisch. Firmen wie Apple erscheinen seiner Meinung nach unterbewertet. Andere hingegen befänden sich in einer Blase. „Ich möchte Äußerungen von Greenlight zu einer neuen Technologieblase klarstellen”, sagte Einhorn am Dienstag bei einer telefonischen Konferenz. „Grundsätzlich sind wir bullish bei Technologie und Technologie-Aktien.”

Vor wenigen Wochen hörte sich das noch ganz anders an. Am 22. April hatte Greenhorn in einem Investoren-Brief von einer ungerechtfertigten Rally bei Technologie-Aktien gesprochen - die an die späten 1990er-Jahre erinnere. Einhorn wette mit seiner 10,3 Milliarden Dollar schweren Firma Greenlight Capital gegen eine Reihe von Technologieaktien, bei denen es zunehmend Hinweise auf eine Preisblase gebe, hieß es darin.

„Es gibt einen klaren Konsens, dass wir die zweite Tech- Blase innerhalb von 15 Jahren erleben”, so der Brief weiter. „Die gegenwärtige Blase ist ein Echo der vorigen Tech-Blase, mit weniger großkapitalisierten Aktien und weniger öffentlichem Enthusiasmus.”

Die Namen der Unternehmen, gegen die Greenlight wettet, wurden allerdings nicht genannt und auch der Greenlight-Sprecher wollte der Presse gegenüber keine klare Stellung beziehen. Zu den Investments von Einhorn zählen der iPhone-Hersteller Apple, Micron Technology und Marvell Technology Group. Diese Werte sehen in seinen Augen „ziemlich billig” aus, sagte Einhorn bei einer Konferenz.

„Wie dem auch sei: Wir haben eine Anzahl von Momentum-Technologie-Aktien identifiziert, die Preise oberhalb jeden normalem Sinns der Bewertung erreicht haben”, sagte Einhorn. „Wir glauben, sie sind Teil einer Blase. Und wir haben eine gute Anzahl von ihnen leerverkauft.”

Doch gegen welche Aktien er genau wettet, hält Einhorn noch immer geheim. Bei einer Telefonkonferenz verriet er nicht, bei welchen Aktien er von einem Kursrückgang ausgeht. Einen Tag zuvor hatte er erklärt, er wette unter anderem gegen Athenahealth. Das Unternehmen bietet Internet-Dienste für Ärzte. Dass Einhorns Worte an der Wallstreet schwer von Gewicht sind, beweist die Reaktion der Börsianer auf diese neuste Wette: Der Kurs des Unternehmens brach in New York bis Börsenschluss um 13,9 Prozent ein.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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