„Elite Report“ 2013: Bei wem das Geld in guten Händen ist

„Elite Report“ 2013
Bei wem das Geld in guten Händen ist

Geld anlegen in Zeiten von Niedrigzinsen ist eine Kunst, die nur wenige beherrschen. Die meisten Vermögensverwalter gefährden das Vermögen. Wir verraten Ihnen, welche wirklich ihr Geld wert sind.

MünchenZwischen Maronensüppchen, Wachtelbrust und Rehrücken lässt es sich vortrefflich munkeln, fachsimpeln und lästern. Die feine Branche der Vermögensverwalter hat sich am Montagabend in München getroffen. Die Besten erhielten eine Auszeichnung, doch die Branche musste sich auch scharfe Kritik anhören. Zum zehnten Mal hat das unabhängige Fachmagazin „Elite Report“ Strategie und Erfolg der Verwalter unter die Lupe genommen.

Insgesamt wurden 383 Verwalter im deutschsprachigen Raum untersucht. Nur jeder Neunte wurde als empfehlenswert betitelt. Im vergangenen Jahr war es noch jeder Siebte. Die Qualität der Vermögensverwalter ist gegenüber dem Vorjahr „klar zurückgegangen“, resümiert Hans-Kaspar von Schönfels, Gründer und Herausgeber des „Elite Report“.

Immerhin steigerten die Verwalter in den vergangenen bewegten zwölf Monaten das Vermögen ihrer Kunden im Schnitt um 5,5 bis 6,5 Prozent. Doch immer mehr Häuser schnitten sich angesichts sinkender Margen im Umfeld niedriger Kapitalmarktzinsen mehr von der Depotrendite ab. Ein Großteil der analysierten Banken „gefährdet Kundenvermögen“, empört sich von Schönfels, indem vor allem Provisionen kassiert würden.

Die Zeiten bleiben schwierig für die Branche: Zwar sorgen die Aktienmärkte für Laune seit EZB-Präsident Mario Draghi im Sommer Entwarnung für die Liquiditätsnöte der Euro-Staaten gegeben hat. Doch private Anleger verschanzen sich weiterhin in vermeintlich sicheren Anlagen wie Tagesgeld. Das lastet auf den Margen der Geldmanager, denn in Zeiten extrem niedriger Zinsen und Renditen wollen Anleger nicht viel Gebühren für die Vermögensverwaltung zahlen.

An den Anlageerfolg gekoppelte Gebührenmodelle könnten sich nun durchsetzen, meint ein Banker - und wenn diese Gebühren ihrem Namen wirklich gerecht würden, dann machten sie auch endlich mal den Geldmanagern mit schwachen Renditen Beine, sagt er. Ansonsten müssten die Banken im Privatkundengeschäft eben noch Kosten einsparen, sprich Leute entlassen – da werde man noch einiges sehen in der Branche, meint ein hochrangiger Privatbanker und verweist schnell darauf, das in seinem Haus alles erledigt sei.

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