Endabrechnung
Die Sieger 2008: VW-Aktie macht den Unterschied

120 Prozent Gewinn in zehn Wochen - für die allermeisten Börsianer bleibt das ewiges Wunschdenken. Die Sieger im 25. Planspiel Börse schafften dieses Traumergebnis, und das mitten in der Finanzkrise. Gleich zwei mal lag die Gruppe "Die 4 lustigen 3" mit ihren Anlageentscheidungen goldrichtig.
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HB/rob BERLIN. Das Planspiel Börse 2008 endete mit einem beeindruckenden Ergebnis: Finanzkrisen und Kursturbulenzen konnten den "Die 4 lustigen3" nicht aus der Bahn werfen. Beim 26. Planspiel Börse siegten Tommy Malburg, Kai Glauber und Nicolas Münster vom Gymnasium Hermeskeil. In nur zehn Wochen machten die drei Schüler aus 50 000 genau 109 879 Euro - also knapp 120 Prozent Gewinn.

Damit belegten sie Platz eins im europäischen Wettbewerb um die besten Nachwuchsprofis an der Börse und konnten über 46 000 Schülergruppen hinter sich lassen. Bei der Preisverleihung im Berliner Umspannwerk Kreuzburg plauderten die von der Sparkasse Trier betreuten Nachwuchsbörsianer über ihren Anlageerfolg. Sie setzten zum richtigen Zeitpunkt auf die Aktie von Volkswagen und kassierten nach einer Vervierfachung des Kurses einen hohen Gewinn, der ihnen letztlich den Erfolg brachte. Platz zwei belegten die "Allstars" des Beruflichen Gymnasium Groß-Gerau, gefolgt von "No name" der Realschule Wadersloh.

Allerdings hatten alle Spielgruppen schwer mit dem rasanten Auf und Ab der Kurse zu kämpfen. Zunächst hielten sich "Die 4 lustigen 3" mit ihren Investitionen komplett zurück. "Wir haben erst einmal versucht, zu verstehen, was die Börsenkurse überhaupt beeinflusst", sagt Team-Mitglied Tommy Malburg. Als sich die Gruppe dann zum Kauf entschied, landete sie mit Volkswagen einen Volltreffer: Die VW-Stammaktie kam am 22. Oktober für 241 Euro ins Depot - und wurde nur sechs Tage später für 800 Euro wieder verkauft. Den Höchststand der Aktie bei gut 1 000 Euro haben die Jungbroker damit zwar nicht ganz abgepasst, ihren Depotwert hatten sie dennoch um 45 000 Euro vermehrt.

In der letzten Novemberwoche mussten die Rheinland-Pfälzer dann aber schwere Verluste hinnehmen. 30 000 Euro verloren sie innerhalb kurzer Zeit. Bis auf Platz 72 der Rangliste ging es für die Hermeskeiler nach unten. Dann wendete sich das Blatt erneut.

Den zweiten Coup landete das Team mit Premiere-Aktien. 18 000 Euro verdienten die Gesamtsieger mit diesem Papier, deren Wert sich zwischen 30. Oktober und 12. November fast verdoppelte. Zusammen mit dem Plus aus den VW-Aktien macht das einen Gesamtgewinn von 63 000 Euro, von dem zuletzt knapp 60 000 Euro übrig blieben.

Knapp geschlagen geben mussten sich die "Allstars" vom Beruflichen Gymnasium Groß-Gerau. Mit einem Abschlussdepotwert von 108 992,67 Euro rangiert das Team auf dem zweiten Rang der Abschlusstabelle. Noch am Anfang der letzten Woche führte die Gruppe das Ranking an, allerdings mit nur ein paar wenigen hundert Euro Differenz.

Im Studentenwettbewerb spielten Derivate die Hauptrolle. Die akademischen Nachwuchsbroker setzten kaum auf Aktien, dafür aber auf eine beinahe täglich vorgenommene Umschichtung der Depots. Es gewann Christian Drößler vor Maksim Krasilnikov und Fabian Grimberg.

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